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| Der Krönten, 3108m hoch, ist eine beliebte Hochtour im Urnerland. Alle Anstiege sind sehr lang. Am häufigsten wird der Berg von Erstfeld angegangen - unterstützt durch ein Alpentaxi oder Fahrbewilligung bis zur Brücke bei Bodenberg auf 1002m Höhe (2011: Tagesbewilligung für Erstfeldertal beim Bahnhofkiosk Erstfeld). Dem Geisspfad entlang geht es 900 Höhenmeter an einem steilen Nordhang entlang zur Kröntenhütte SAC (Wähe empfehlenswert). Wer sehr früh unterwegs ist darf diese Strecke im Schatten zurücklegen. Für den Abstieg möchte ich diesen Weg nicht empfehlen: die durchwegs feuchten und rutschigen Steinplatten erlauben keinen raschen und sondern mühsamen Abstieg.
Von der Hütte geht es dem malerischen Obersee vorbei unter den Gratabschluss Oberseemandli. Von dieser Seite her ein erwanderbarer Grashügel mit grandioser Aussicht und Tiefblick (die 130 Höhenmeter Umweg haben wir im Abstieg nicht entgehen lassen; weiss-rot-weiss markiert). Nun geht der weiss-blau-weiss markierte Pfad etwas unterhalb der Gratschneide zum Graw Stock (Graustock), wobei der markierte Weg kurioser Weise nicht über diesen Aussichtspunkt führt - der Mini-Abstecher lohnt sich. Nun muss der Einstieg über vom Gletscher glatt geschliffene, relativ steile Platten gefunden werden (Steinmänner). Am richtigen Ort finden sich ein paar Eisenbügel, welche bei Nässe sehr hilfreich sein dürften. Bald flacht sich das Gelände ab und schon steht man am gleissenden Hell des Glatt Firns. Ende September 2011 fanden wir ab etwa Punk 2570 eine breitgelatschte Spur vor, so dass wir angesichts des relativ flachen Gletschers im Aufstieg auf Steigeisen verzichteten. Anseilen ist allerdings unabdingbar - einige Spalten müssen über an einigen Stellen bereits eingetretene Schneebrücken überwunden werden. Östlich der Kröntenlücke wechselt man auf den Westgrat des Krönten - über Schnee und Schutt sind bald die Felstürme des Gipfels erreicht. Auf dem höchsten von ihnen, dem westlichsten, steht das Gipfelkreuz und es findet sich eine Abseilstelle. Bis unter den Turm findet sich einfaches Kraxelgelände - die letzten 3 Höhenmeter muss geklettert werden. Viele zwängen sich durch den Riss in der Südseite, wir entschieden uns für die andere Route: westlich des Gipfelturms findet sich ein Bohrhaken für einen Stand. Dann 5 Meter auf ausgesetztem Band auf die Nordseite des Turms. Dort befindet sich ein zweiter Bohrhaken. Nun über einfach gestufte Platten aufwärts auf das Gipfelplateau (II). Abseilen direkt nach Süden - ein 30m Seil bietet noch genug Reserven. Die Tour (L/II) bringt es ab Bodenberg auf 2240 Höhenmeter über 18.6 Kilometer Distanz. Dank perfekten Bedingungen (ausser Hüttenabstieg) konnten wir den Krönten als schöne Tagestour absolvieren. » GPS-Track (GPX) |
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