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Eine Ebene höher

Die Chli Windgällen gilt als einer der schönsten Aussichtsberge im Urnerland. Und wie auch der gegenüberliegende Bristen ist er nichts für den Alltagswanderer: Die nicht markierten Wege sind weit und steil und führen über Blockgrate und Schuttflanken. Im Abstieg meiner kurzen Begehung habe ich mir den Tiefblick und den Blick in die Südwand der Chli Windgällen vom Eigenstock aus nicht entgehen lassen.

Dies war nun meine dritte Begehung des Chli Windgällen, jetzt erstmals solo, und jedes Mal war die Routenfindung im Gipfelbereich eine Herausforderung und es geht mir jedes Mal durch den Kopf, wieso dieser schöne Berg nicht besser markiert ist. Auf der idealen Linienführung ist er nämlich nicht wirklich schwierig, ja vielleicht sogar nur T4+, mit Ausnahme einer II-Stelle im plattigen, aber gutgriffigen Aufstieg zum Vorgipfel. Verlässt man die Ideallinie, kommt man allerdings rasch in WS- und IIer Gelände mit schuttigen Passagen. Ein Höherkommen ist zwar fast überall möglich, aber Nachfolger könnten gefährdet sein. Zum Verlassen der Normalroute wird man durch die reichliche Anzahl an Steinmännern richtiggehend gedrängt...

Auch ich habe mich im Aufstieg durch die guten Steinmänner auf eine felsige Rippe leiten lassen und habe die anschliessende leichte Kletterei zwar genossen, aber auf der Suche nach der Spur sicher eine halbe Stunde eingebüsst.

Im Abstieg drängt sich die optimale Route nahezu auf, und die schien mir nach meiner Aufstiegsvariante wirklich einfach.

Tipps für den einfachen Aufstieg: Ist man nach etwas Zickzack auf der Schulter des Ostgrats angelangt, quert man auf Wegspuren leicht absteigend bis zur Rippe, welche man am Horizont sieht. Sie wird durch eine Felsspalte erreicht. Dann die gar nicht so steile Schutthalde hoch, zuerst auf der Schuttrippe, später rechts haltend* bis rechts (östlich) des Vorgipfels. Diesen auf Platten mit guten Leisten und Griffen direkt erklimmen. Dann einfach weiter bis an den kurzen Gipfelgrat. Dieser ist etwas blockig und mit 80cm Breite nicht zu schmal.

*) Der SAC-Führer von 2010 schlägt allerdings die Begehung des linken Couloirs an dessen westlichen Randfelsen vor. Damit muss der östliche Vorgipfel nicht überschritten werden.

Im Sommer mögen die letzten Schneefelder zum Abrutschen verleitet. Zur Erinnerung: darunter können teilweise Karstlöcher verborgen sein. Im Sommer ist es auch heiss. Die Wanderer die mir auf dem steilen Weg von Golzern nach Oberchäseren am Mittag entgegen kamen sahen allesamt nicht happy aus. Das muss nicht sein, ein Grossteil des Pfad von Golzern bis Unteres Furggeli liegen auch im Juli in den Morgenstunden dank Bockistock und Schwar Stöckli im Schatten und vereinfachen einen zügigen Aufstieg.

Vom Dorf Bristen und während des Aufstiegs von Golzern nach Oberchäseren weilt der Blick immer wieder mal an einem Bergstock, der gemäss seiner Schartenhöhe von mehr oder weniger 0 eigentlich gar keiner ist: der Eigenstock. Diesen Tiefblick wollte ich auch geniessen und bin ab Bim blauen Stein einem ausgetrockneten Bachbett und einer schwach sichtbaren Spur über harte Hangrutschungen bis auf die grasige Schulter des Eigenstocks gelangt.

GPS-Track und Schwierigkeit: Die Aufstiegsvariante in der Südflanke (die östlichere Route) ist explizit nicht empfohlen (Steinschlag, WS/II). Normalroute: T5 und II für die Ostseite des östlichen Vorgipfels. Eigenstock T3.
» GPS-Track (GPX)


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Südflanke des Chil Windgällen von Oberchäseren (ich kam dort an keinem Brunnen vorbei).
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Wildma.
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Eigenstock. Hat doch was, oder?
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Die schöne Pyramide des Piz Nair, rechts Piz Giuv, dazwischen Hälsigrat. War dort hinten nicht bis vor kurzem Gletscher? Ohne Eis scheint der Übergang von Norden auf die Fuorcla Piz Nair auch nicht einfacher zu werden.
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Dolinen: hier ist einfach ein Stück Erde weggebrochen.
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Unteres Furggeli
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Chli Windgällen von Osten.
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Im oberen Nordhang des Chli Windgällen.
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Windgällenlücke mit Schwarz und Rot Horn.
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Nun folgt der Aufstieg bis zur Schulter des Ostgrats. Wegspuren und Steinmänner weisen den Weg - oder die Wege. Es gibt jeweils mehrere Varianten unterschiedlicher Schwierigkeit.
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Der Ostgrat ist erreicht. Ein Aufschwung kann nun auf diesem Band in der Nordflanke einfach umgangen werden.
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Auf der Schulter des Ostgrats. Links hinunter: Blick über die Aufstiegsroute.
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Weiter geht's irgendwie im Zickzack.
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Bereits in der Südflanke: Blick zurück zur Schulter auf dem Ostgrat (grosser Steinmann). Man folgt der unteren Spur auf das unter Band. Oben den Felsen entlang ist Deadend.
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Blick zurück von meiner Aufstiegsvariante auf den Pfad in der Südflanke.
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Blick zur richtigen Aufstiegsrippe (es standen keine Steinmänner, wahrscheinlich im Winter weggerutscht). Der Pfad führt durch die die Felsen unten abschliessende Felslücke.
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Meine Aufstiegsvariante. Schöne IIer-Stellen und Schuttpassagen lösten sich ab.
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Meine Aufstiegsvariante. Schöne IIer-Stellen und Schuttpassagen lösten sich ab.
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Meine Aufstiegsvariante. Schöne IIer-Stellen und Schuttpassagen lösten sich ab.
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Ungefähr wieder auf einer üblichen Route. Bald steht man auf dem Grat östlich des Vorgipfels.
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Markant steht der SW-Gipfel im Bild. Rechts der Vorgipfel, welchen ich überschritten habe. Hauptgipfel ist noch nicht sichtbar.
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Vor dem Vorgipfel, welchen ich überstiegen habe. Das Erklimmen der recht breiten Platten der rechten Horizontline ist II.
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Endlich vor dem Hauptgipfel: noch ist ein kurzes Gratstück zu überwinden.
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Panorama von der Chli Windgällen.
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Seewli, darüber, rötlich Hoch Fulen, links markant der Bälmeten, darunter der waldige Schwarz Grat.
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Gross Windgällen.
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Bristen.
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Gross Windgällen.
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Krönten, dahinter Titlis. Rechts Gross Spannort.
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Blick über die an diesem Morgen geleisteten Höhenmetern. Golzerensee.
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Tief unten der Golzerensee.
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Blick zum Hüfifirn.
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