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Eine Ebene höher

Eine sehr lange Tagestour habe ich mir auf das nahezu 3400 Meter hohe Blinnenhorn ausgedacht, wobei wir von der Walliser Seite des Nufenenpasses aus gestartet sind und auf dem üblichen, direkten Weg über den Griesgletscher zum Blinnenhorn gestiegen sind. Da man dabei unter dem Rothorn vorbeiwandert, haben wir auch dieses noch bestiegen. Wirklich umständlich gestaltete sich der "Abstieg" über die italienische Seite am Lago del Sabbione entlang, wobei zahlreiche Extrahöhenmeter im Aufstieg zu überwinden waren.

Unsere Gletscher- und Passtour vom Nufenenpass führte entlang der schweizerisch-italienischen Staatsgrenze auf das Blinnenhorn/Corno Cieco: Start auf der Walliser Seite der Passstrasse, zu Fuss der Werkstrasse entlang bis über den Griessee, dann in einem steten Auf und Ab auf dem Wanderweg fast bis zum Cornopass und weiter zum Griespass.

Steinmänner führen auf den Gletscher, der sich bedenklich zurückzieht. Spätestens auf 2650m Höhe sollte man zum Seil und der restlichen Gletscherausrüstung greifen (WS): ab dann kurvt man um Spalten südwärts und ab einer Höhe von 2800m gegen Südwesten. Im weiteren Verlauf weist der Griesgletscher Längsspalten auf. Deshalb liefen wir ab einer Höhe von 2950m direkt in Richtung Rothorn und stiegen um die grossen Spalten am Ende des Rothorn-Nordgrats.

Vom Passo dei Camosci lohnt sich der Abstecher auf das einfach zu besteigende Rothorn/Corno Rosso (T4). Via Rothornpass wird ein Sattel nordwestlich von Punkt 3215 erreicht. Hier kann die Gletscherausrüstung für den Rest des Tages verstaut werden. Der Aufstieg auf das 3374m hohe Blinnenhorn gestattet sich auf Spuren im feinen Schutt einfach (T3).

Für den Abstieg über die italienische Seite zum Rifugio Claudio e Bruno hält man sich an die Steinmänner am Südostgrat vom Blinnenhorn. Auf rund 3160m Höhe führen Wegspuren gegen Süden in den Schutthang (mehrere Möglichkeiten, zahlreiche Steinmänner); es ist ein Gletscherbach zu queren und bald ist die Hütte erreicht.

Der Wanderweg führt hoch über dem Lago del Sabbione entlang zur Staumauer. Hier gelangt man auf einen nahezu hangparallelen Pfad, der eine Wasserleitung beherbergt. Trotzdem sind bis zur Piano dei Camosci rund 60 Höhenmeter zu bewältigen. Der Konditionshammer folgt allerdings noch mit den rund 250 Höhenmeter, die entlang des steilen Südosthanges des Bättelmatthorns bis zum Bättelmattpass zu überwinden sind (Stellen T4). Hat man diese geschafft, wird man die folgenden Gegensteigungen bis zum Nufenenpass schon gar nicht mehr wahrnehmen.

Die Rundtour mit 1860 Höhenmetern und einer Strecke von 28 Kilometer haben wir als Tagestour in etwas mehr als 11 Stunden überwunden. Etwas genussvoller dürfte sie sich mit Übernachtungen in der Corno-Gries Hütte und dem Rifugio Claudio e Bruno anfühlen! Das Blinnenhorn kann übrigens als Wanderdreitausender via der italienischen Seite bestiegen werden (T3) - dass wäre dann allerdings als Tagestour mit Start am Nufenenpass schon fast unmenschlich - ausser man ist ein konditionsstarker Alpin-Trail-Runner.
» GPS-Track (GPX)


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Staumauer des Griessees mit Bättelmatthorn. Hinten das Rothorn.
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Die Fahrstrasse (Fahrverbot) zum Griessee wurde von einer Gleitschneelawine teilweise 2 Meter hoch verschüttet.
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Das Windkraftwerk am Griessee in der Entstehung. Dahinter Fülhorn.
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Die Tour der vorhergehenden Woche im Überblick: links am Gratbeginn der Hammer, dann Mittaghorn. Rechts Pizzo Gallina.
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Griesgletscher vom Mändeli. Links Bättelmatthorn, dann Rothorn. Rechts der Bildmitte Blinnenhorn, dann Klein Blinnenhorn. Auffällig: der nördliche Strom des Griesgletschers fliesst nicht mehr zum Hauptstrom zusammen.
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Griespass. Wegspuren und Steinmänner führen mehr oder weniger horizontal bis über den Griesgletscher.
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Griesgletscher.
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Abstieg auf den Griesgletscher über die steile Seitenmoräne.
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Griesgletscher. Oben rechts ein Steinmann.
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Spalten unterhalb des Bättelmatthorns.
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Griesgletscher.
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Griesgletscher. Rechts Rothorn. Wir stiegen ungefähr direkt Richtung Rothorn auf.
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Am Passo dei Camosci: Blick zum Rifugio 3A dem Skilift aufdem Gh. Dei Camosci. Lago del Sabbione.
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Passo dei Camosci: Steinmann zeigt den Weg zum einfachsten Abstieg gegen Osten.
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Passo dei Camosci: Blick zum Blinnenhorn.
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Südgrat vom Rothorn. Wegspuren und Steinmänner führen durch die feinschuttige Flanke und den Grat.
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Südgrat vom Rothorn.
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Am Südgrat vom Rothorn: ein paar Graterhebungen sind zu übersteigen.
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Tiefblick vom Rothorn-Südgrat auf den Griesgletscher.
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Griesgletscher.
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An der einfachen Schlüsselstelle des Rothorn-Südgrats (T4).
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Griesgletscher und Blinnenhorn vom Rothorn.
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Der Nordostgrat vom Rothorn. Vor dem Lago del Sabbione das Rifugio 3A.
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Der Grat vom Rothorn zum Bättelmatthorn.
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Ofenhorn.
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Basodino. Lago Castel.
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Felsformation am Rothorn-Südgrat.
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Auf dem Weg zum Blinnenhorn, an der Stelle, wo der Griesgletscher auf der Höhe von 3200m sinnvollerweise verlassen wird. Ab hier T3, genauso wie der Abstieg zum Rifugio Claudio e Bruno.
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Blinnenhorn.
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Blick vom Blinnenhorn zum Rothorn. Rechts der Passo dei Camosci. Unsere Aufstiegsroute über den Griesgletscher führte knapp unter der Flanke des Rothorns entlang.
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Klein Blinnenhorn vom Blinnenhorn.
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Rhonegletscher (rechts). Bildmitte: Gärstenhörner. Links Tieralplistock.
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