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Eine Ebene höher

Pizol - von Süden via Tersol und Mittelberg

Ab Gigerwaldsee geht es steil in Fels gehauenem Pfad durch die Schlucht in das lange Tal Tersol. Hunderte von Schafen geben einem das Gefühl nicht ganz alleine zu sein. Durch die abschliessende Schuttflanke steil auf das Hochplateu Gilbigätti - mit Tiefblicken vom Gilbistock. Die 150Hm auf den Pizol sind dann noch ein Kinderspiel. Eher experimentell ist die Überschreitung der Wildsandköpfe und Abstieg via Mittelberg.

Um die Mittagszeit durch das südlich ausgerichtete Tal Tersol aufzusteigen sollte man definitiv nicht im Hochsommer machen, im Herbst ist das aber ganz angenehm warm. Der Viehpfad ist teilweise in die plattigen Ostflanken gehauen - der Schnee bleibt dort im Frühsommer sicher recht lange liegen und führt zu heiklen Verhältnissen (dies gilt wohl auch bei Vereisung/Neuschnee). Kommt man endlich aus der Schlucht, ist es bis zuhinterst noch eine weitere, recht öde Strecke, wenigstens ist die Route weiss-blau-weiss markiert und die Schafe überall haben eine gute Spur geschaffen. Die gegen Norden abschliessende Schuttflanke steilt sich oben immer weiter auf, leider hat sich noch keine richtige Spur gebildet. So bin ich froh, dass wieder etwas Trittschnee in der steilen Rinne zum Ausstieg nördlich von P. 2712 liegt, T3+.

Plötzlich steht man auf einem Hochplateau mit kleineren Seen und sogar noch Schneefeldern. Im Nu steht man auf den Schichtplatten des Gilbistocks und geniesst die Tiefblicke. Im mag Höhenmeter, deshalb bin ich der Abbruchkante zum Nordende des Pilschinachamms P. 2718 gefolgt.

Zurück auf der Route gelangt man - nun über Verrucano-Gestein - durch eine Blockhalde in den Pizolsattel. Der Gipfelaufbau umgeht im Sommer eine teilweise drahtseilgesicherte Spur auf der Westseite, T4. Im besteige noch rasch den Nordgipfel des Pizol, wegen Neuschnee T5.

Zurück im Pizolsattel folge ich der neueren Normalroute gegen Osten, die den direkten Abstieg über den steinschlaggefährdeten Rest des Pizolgleschers umgeht und teilweise drahtseilgesichert zu P. 2813 der Wildsandköpfe führt. Die anspruchsvolleren Köpfe beginnen allerdings erst nachdem der markierte Bergwanderweg auf den Nordgrat abgedreht hat. Linkerhand (nördlich) entlang von Plattenrissen oder rechts (südlich) im brüchigen Fels und Schutt können diese umgangen werden. Abkletternd stehe ich bald vor einem senkrechten Abbruch. Die Umgehung auf einer Südrippe führt mich zwar unter die Höhe der Gratscharte, kann aber nicht gefahrlos genug tief in die Südflanke absteigen um entlang der Grenzschicht der Hauptüberschiebung zur nördlichsten Schuttkuppe der Zanaihörner zu gelangen. Also alles wieder zurück zum Pizolsattel? Es ist schon bald 17 Uhr an diesem Tag gegen Ende September... im Nordkessel liegt viel begehbarer Schutt, der müsste doch zu erreichen sein. Zwei umgangene Felsköpfe zurück zieht ein steiles Couloir bis fast an den Grat hoch. Wegen Neuschnee klettere ich an dessen Begrenzung fast 40 Höhenmeter ab, bevor es rasch über Schutt und Blöcke zu P. 2767 der Zanaihörner geht, T5 oder eigentlich eher WS.

Die eingesparte Zeit investiere ich nun in den Abstieg über den oberen Teil des Mittelberg, der das Tal Tersol aufteilt. Die Schichtköpfe steigen gegen Norden senkrecht auf - sehr brüchig - können aber zumindest im nördlichen Abschnitt westseitig gut umgangen werden. Die Köpfe sind von Süden problemlos zu erklimmen. Für eine Komplettüberschreitung des Mittelbergs reicht die Zeit nicht, deshalb wähle ich südlich von P. 2633 ein Schuttcouloir, das steil aber einfach ins Grisptäli hinunterführt. Ich wählte etwa das nördlichste Couloir, T4, die beiden südlich anschliessenden wären einfacher. Auf Schafweide durch Grisp und am Oberboden weit ins Tal hinaus bis über den Bach und südsüdwestlich auf Schafpfaden hinunter bis die Spur markant wird. Nach der Alp Säss nicht zu lange mit der Querung des Baches warten, der kann reissend und breit sein.

1775 Höhenmeter über 16.6 Kilometer, T5. Ab oberhalb Gigerwald bis Gilbistock durchgehend kein Handyempfang!
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Viehweg von Gigerwald nach Tersol.
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Viehweg von Gigerwald nach Tersol.
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Schlucht von Gigerwald nach Tersol.
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Viehweg von Gigerwald nach Tersol.
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Viehweg von Gigerwald nach Tersol. Hier wird man zwingend etwas nass! Aber solange das ganze nicht gefriert, kein Problem.
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Schlucht von Gigerwald nach Tersol.
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Tersol. Einsames Tal. Keine Elektrosmog. Unendlich viele Schafe.
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Tersol - diesmal von zuhinterst im einsamen Tal. Keine Elektrosmog. Nun reichlich Schutt.
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Zuhinterst im Tersol, vor dem Ausstieg, es geht rechts vom Felskopf P. 2712 vorbei.
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Oberhalb des Tersol, der Felskopf P. 2712 wirft seinen Schatten auf die schneebedeckten, plattigen Ausstiegsmeter.
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Gilbiglätti. Hinter dem Seelein mit dem Schneefeld, dass den heissen Sommer 2015 überstanden hat, der Gilbistock. Der Pizol thront im Rücken.
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Vom Gilbistock: von links zieht der Grat Piltschinachamm zum schneebedeckten Sazmartinshorn. Rechts hinten der Ringelspitz.
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Vom Gilbistock: Tiefblick nach Lavtina. Mit Sardonamassif und Glärnisch.
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Pizol vom Gilbistock.
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Churfirsten und Stafinellagrat vom Gilbistock.
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Kontraste vom Gilbistock gegen Westen.
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Schichtgrenze der Hauptüberschiebung. Die Felsen des Pizols bestehen aus etwas verwitterungsbeständigerem, aber dennoch brüchigen Verrucano-Gestein.
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Halbmond über dem Zanaihorn.
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Blockschutthalde führt von Westen zum Pizolsattel.
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Beginn des Gipfelaufbaus beim Pizolsattel. Der Fels wird durchgängig links (westlich) umgangen.
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Gipfelaufbau Pizol. Der versicherte Pfad führt ab dem Pizolsattel durch die Westflanke.
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Gipfelaufbau Pizol. Der versicherte Pfad führt ab dem Pizolsattel durch die Westflanke.
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Gipfel Pizol. Die letzten Meter sind nicht versichert und im Winter häufig heikel.
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Pizol. Blick gegen Südosten und damit die gewählte Abstiegsroute.
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Pizol Nordgipfel: Gilbiglätti.
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Ringelspitz und darunter Sazmartinshorn.
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Pizol vom Nordgipfel.
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Ist das der 12. Lavtinahorn? Fotografiert vom Pizol-Nordgipfel.
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Die Lavtinahörner werfen ihren Schatten in das Tal des Wildsees.
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Vom Pizolsattel führt die neuere Normalroute drahtseilgesichert südostwärts über einen Teil der Wildsandköpfe.
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Auf den Wildsandköpfe, Blick gegen Zanaihörner. Der Abstieg gegen Norden ist aus der folgenden Scharte aus durch ein Schuttcouloir möglich (gegen links). Ich ging zuerst noch weiter dem Grat entlang.
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Wildsee und etwas Pizolgletscher.
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