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Eine Ebene höher

Den Grossen Aubrig habe ich bisher mehrmals vom Wägital angegangen, nun habe ich mit der Begehung der abschüssigen Nordflanke endlich einen lange gehegten Plan umgesetzt. Der ruppige Abstieg über den Westgrat, die Querung der Weidekuppe Nüssen und weiter bis auf den ebenfalls grasigen Chli Aubrig ist eine hübsche, leichte Gratwanderung.

Vorderthal-Dorlaui
Gestartet zu einem der beiden Aubrigs bin ich nun erstmals in Vorderthal, d.h. ich folgte der schmalen, geterrten Fahrstrasse noch etwas mit dem Auto bis zu den Ställen in Obere Balmeren, etwa auf 870 Meter Höhe. Diese Fahrwege sind auch als Wanderweg markiert. Von dort auf grasigen Bewirtschaftungswegen unter dem Skilift hindurch und bald mit dem Eintritt in den Wald wird der Weg nass. Auf einer Höhe von 990 Meter, wenige Meter vor einer Hütte, verlässt der Wanderweg in einer leicht zu übersehenden Spitzkehre den Bewirtschaftungsweg steil nach links aufwärts. Es folgt die Querung eines Feuchtgebietes, wo fast keine Wegspuren und Markierungen zu finden sind, aber der Aufstieg ist logisch. Bald ist man wieder in der Nähe des Skilifts und Wegspuren führen zur Alp Dorlaui.

Plangg: Nordflanke des Gross Aubrig
Nun entscheidet sich, ob der Gross Aubrig konventionell über Ahoreli und Rotherd über den Westgrat erklommen werden soll (T3+), oder einsam über die steile Plangg, und damit über die Nordflanke des Gross Aubrig. Ich machte die Plangg und verliess deshalb bei Dorlaui den Wanderweg - und damit die Wegspuren - und stieg geradewegs südlich dem Waldrand entlang aufwärts. Auf einer Höhe von 1180m beginnt eine erstaunlich gute Wegspur in Richtung Südosten zu queren und erreicht 300 Meter später das untere Ende der steilen Weidefläche Plangg.

Bis zu einer Höhe von 1460 Meter ist der Aufstieg durch Weidetritt zwar hochtrittig, ein gutes Krafttraining für die Oberschenkel und ein Kalorienverbrenner, aber eigentlich problemlos und wohl nicht so wichtig, wo man hochsteigt. Anschliessend, oberhalb der Weidebegrenzung auf etwa 1460 Meter, erleichtern dann und wann Gämswechsel das Vorwärtskommen im immer steileren, steindurchsetzten Grasgelände. Zuerst habe ich nach rechts zur Felswand ausgeholt und bin an dessen Fuss hochgestiegen. Anschliessend fand ich den Aufstieg entlang der teilweise unscheinbaren Runse, die vom Gipfel des Gross Aubrig durch die gesamte Plangg zieht, einfacher. Auf jeden Fall kämpft man sich im Zickzack aufwärts, bis unter die Gratfelsen. Mit Abstand diesen entlang nach rechts aufsteigen, bis ein markanter Rücken auf einer Höhe von 1605 Meter erreicht wird. Nun kann man - endlich mit sicherem Stand - durchatmen. Der weitere Aufstieg durch die deutlich weniger steile Grasrinne auf den Westgrat ist geradewegs trivial, aber im Sommer wegen den vielen Brenneseln eher unangenehm - dickere, lange Hosen sind hier von Vorteil. Den steilsten Teil der Plangg empfand ich als T4+, bei Nässe, Eis oder Schnee sicherlich rasch schwieriger.

Nun dem markierten Bergwanderweg entlang in wenigen Minuten auf den Gipfel des Gross Aubrig.

Westgrat des Gross Aubrig, Nüssen, Chli Aubrig von Südosten
Der Abstieg über den markierten Weg über den Westgrat des Gross Aubrig ist wegen den zahlreichen steilen Kalksteinen hochtrittig und bedarf Konzentration; meine Stöcke waren da ein wertvolles Hilfsmittel. Nach dem Sattel muss steil eine Kuppe erklommen werden, Punkt 1514, es folgt der Abzweiger zurück nach Dorlaui. Ich ging weiter auf die Weidekuppe Nüssen und auf den Chli Aubrig. Der Abstieg über Ober Alten wartet bei der Bachquerung Punkt 1340 mit einem kurzen Gegenanstieg auf, und ist im Bereich Rotherd unangenehm sumpfig. Die gesamte Tour führte mich über 1165 Höhenmeter und 12 Kilometer Distanz, bei Start ab Vorderthal wären 150 Höhenmeter zusätzlich zu meistern.
» GPS-Track (GPX)


Beim Startpunkt bei Obere Balmeren den Tageshöhepunkt vor Augen: Gross Aubrig von Norden. Es geht direkt in die mittlere der drei Einsattelungen hoch. Zuerst führt der Weg aber mehr oder weniger horizontal hinüber unter dem Skilift hindurch zum Wald.
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Der Chöpfenberg sieht aus dieser Perspektive noch bedrohlicher aus als sonst.
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Im Wald verlässt der markierte Bergwanderweg den feuchten Bewirtschaftungsweg auf einer Höhe von 990 Meter - die Abzweigung ist leicht zu übersehen, wer weiter läuft kommt gleich zu einer Hütte vor dem Skilift.
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Nun ist die Aufstiegs-Plangg besser sichtbar. Von rechts gelangt man an das untere Ende der Plangg und diese mehr oder weniger direkt aufwärts bis unter die Gratfelsen, dann nach rechts aufwärts zum Einschnitt im Grat.
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Unmittelbar östlich der Häuser von Dorlaui verlässt man den Bergwanderweg und steigt dem Waldrand entlang rund 40 Höhenmeter hoch bis, links eine Wegspur in offeneres Gelände abzweigt (noch nicht sichtbar).
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Auf einer Höhe von 1180m geht es einer guten Wegspur entlang südostwärts Richtung Plangg.
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Auf der Plangg angekommen. Die Wegspur ist noch unten erkennbar.
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Nun arbeitet man sich die Plangg hoch. Im unteren Teil ist die steile Weidefläche durch das Vieh gut strukturiert (aber weglos), verlangt aber gut Oberschenkelmuskulatur.
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In der Plangg. Gegen oben immer steiler, oberhalb der beweideten Fläche wird das Vorwärtskommen anspruchsvoller.
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In der Plangg. Gegen oben immer steiler, oberhalb der beweideten Fläche wird das Vorwärtskommen anspruchsvoller.
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In der Plangg, unter den Gratfelsen angekommen. Noch gilt es auf die Schulter links der Tannen zu steigen, bis dort ist es der steilste Abschnitt. Teilweise helfen Gämswechsel beim Aufstieg.
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Am oberen Ende der Plangg, auf der flachen Schulter angelangt, ist der Weiterweg auf den Westgrat des Gross Aubrig klar. Die Ausstiegsrinne ist im Vergleich zum bisher überwundenen Aufstieg nicht mehr steil und grasig - allerdings ganz mit Brenneseln bewachsen.
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Blick über die Plangg von der Schulter aus.
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Die Ausstiegsrinne vom Weggrat vom Gross Aubrig besehen.
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Die Ausstiegsrinne vom Weggrat vom Gross Aubrig besehen (links), Blickrichtung Hauptgipfel.
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Gipfel vom Gross Aubrig zum Greifen nah.
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Die Plangg vom Gross Aubrig betrachtet. Die Alp Dorlaui ist am rechten Bildrand zu sehen.
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Unterer Teil des Wägitals vom Gross Aubrig. Unten linkerhand die Aufstiegsroute über die Plangg.
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Wägital, wie man es kennt.
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Bockmattli (links) und Schiberg.
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Das Gipfelkreuz vom Gross Aubrig ist ja leicht überhängend!
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Chli Aubrig im Abstieg über den Westgrat vom Gross Aubrig.
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Abstieg vom Gross Aubrig über den Westgrat auf felsdurchsetzten, erdigen Wegspuren.
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Gross Aubrig von Punkt 1514. Man steigt dem markierten Bergwanderweg von den Tannen im Sattel durch die felsdurchsetzte Flanke bis auf den Westgrat auf.
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Fliegenpilze.
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Gross Aubrig von Nüssen.
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Chli Aubrig, rechts die Alp Ober Alten.
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Chli Aubrig, auch dieser Gipfel ist leicht überhängend.
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Abendstimmung über den Mythen.
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Beim Abstieg vom Chli Aubrig via Ober Alten und Dorlaui kommt man bei Rotherd bei diesem Sumpfgebiet, ähm Wegstück, vorbei.
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Chli Aubrig von Rotherd.
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Chli Aubrig von Ahoreli.
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