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Eine Ebene höher

Bei meinem winterlichen Besuch des Leiterenstollen und Stock im Sihltal blieb mein Blick auf einer eleganten Schneepyramide gefangen: dem Gantspitz. Er wird im Sommer ab Ochsenboden bestiegen. Während bis zur schön gelegenen Alp Wäni der recht abwechslungsreiche Weg tiptop unterhalten ist, geht es anschliessend weglos oder über Schafwegen über steile steindurchsetzte Grashalden zur Ganthöchi und weiter dem Grasgrat entlang auf den Gantspitz.

Weil es bis am Vormittag geregnet hat und anschliessend stark windete entschloss ich mich zu einer Tour über weglose Grashalden: während erdige Wege wohl noch matschig sein würden, aber das Gras durch den Wind rasch trocknen sollte. Deshalb startete ich erst um 15 Uhr am hinteren Ende des Golfplatz Ochsenboden/Studen und meine Entscheidung war goldrichtig: meine Schuhe blieben auch nach 2 Stunden Wiesenbegehung ab der Alp Wäni trocken.

Zuerst gilt es nach dem Parkplatz bei Punkt 965 etwelchen Golfball-Querschlägern auszuweichen. Nach der Brücke folgt der potenziell gefährlichste Abschnitt der Tour, einer Weidefläche mit Muttertierhaltung. Ausweichmöglichkeiten gibt es zum Glück genug. Nach einer weiteren Bachbettquerung folgt der Stall des Viehs - und der Weg endet. Ok, hier nun am linken Weiderand aufwärts bis an den Waldrand unter dem Westgrat des Gantspitz. Oberhalb des Zauns beginnt nun ein schöner Weg zur Alp Wäni, wobei ein Abschnitt mit Ketten ausgestattet ist.

Man folgt dem Weg bis zu den Alphütten, die sich elegant auf einer sicheren Rippe am Ende des grossen Talkessels Gantspitz - Wänifirst - Fulberg befindet. Nun entweder dem Wegstück in das Bachtäli folgen, oder besser, gleich nach dem Zaun der Alp links hoch auf den Rücken. Im folgenden Aufstieg Richtung Ganthöchi umgeht man am besten die steinigen Flächen und folgt den von Schaffen niedergetrampelten Gras aufwärts, immer rechts (südlich) des Baches bleibend, sich aber nie mehr als 50 Meter davon entfernend.

Das Gelände wird steiler und steindurchsetzter, bis auf einer Höhe von 1820 Meter ein Schafpfad nach rechts zu einer Rippe führt. Dem Pfad folgen, wobei 2 Meter des Weges unmittelbar vor der Rippe abgerutscht ist; diese Stelle dann über ein steiles Alpenrosenfeld umstiegen werden. Ich folgte der Spur weiter bis zum ersten Täli. Dieses habe ich zum weiteren Aufstieg benützt, weil die anderen, zwar direkteren Rinnen wegen Heidelbeergestrüpp ein nur mühsames Vorwärtskommen versprach - die erste Rinne war hingegen grasbewachsen. Wenn man bereits das Gefühl hat, zu hoch gestiegen zu sein, führt unvermittelt eine Schafspur nach rechts aus der Rinne heraus und sanft ansteigend direkt zur Ganthöchi.

Mit dem sich öffnenden Blick gegen Osten und das Wägital und hinunter zum Schwialppass, ist sicher ein guter Pausenplatz, bevor man einfach dem Grasgrat mit feinstem Gras bis zum Gantspitz-Gipfel folgt.

Zum Abstieg habe ich eine undeutliche Grasrippe durch die bis zu 35° steile Südwestflanke gewählt. Weil mir nicht klar war, ob der Hang unten noch einmal steiler würde, mich aber sicherlich Heidelbeergestrüpp erwarten würde, bin ich ab einer Höhe von 1840 Meter wiederum dem Schafweg bis zur Aufstiegsspur gefolgt. Der weglose Abstieg bis zur Alp Wäni war mühsamer als erwartet, eine halb Stunde später stand ich wieder unten vor dem künstlich anmutenden Grün der Golfer.
Schwierigkeit der Route Wäni-Ganthöchi-Gantspitz T3+, bei Begehung der Südwestflanke T4. Zu Schiesszeiten des Erprobungszentrums Ochsenboden kann diese Tour nicht begangen werden.
» GPS-Track (GPX)


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Der Gantspitz darf zu Schiesszeiten des Erprobungszentrums Ochsenboden nicht begangen werden. Auf diesem Aushang ist die Kontakttelefonnummer ersichtlich.
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Fulberg. Davor die Alp Wäni.
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Felsloch am Wändlispitz.
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Lawinenzug.
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Der schöne Weg zur Alp Wäni führt häufig durch Wald.
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Blick hinüber zum Biet.
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Bachtobel nördlich von Wäni.
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Bachtäli unmittelbar südlich der Alp Wäni. Oben ist bereits die Ganthöchi erkennbar.
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Alp Wäni.
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Sieht ganz harmlos aus: Ganthöchi und Südwestflanke des Gantspitz.
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Vor der Ganthöchi.
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Die Schafe können sich im gesamten oberen Talkessen frei bewegen.
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Im Aufstieg zur Ganthöchi.
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Die erste, südlichste Rinne hoch (fast) zur Ganthöchi ist grasbewachsen.
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Eine Schafspur führt oben zur Ganthöchi und dem unteren Teil des Grasgrat entlang.
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Wägitalersee.
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Vor drei Wochen überstiegen: Wannenstöckli (Bildmitte, vom Nebel abgeschnitten), davor Wannengrat und rechts der Grashügel Brüschbüchel.
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Blick von der Ganthöchi zum Gantspitz.
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Ganthöchi und Grat zum Wänifirst.
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Feines Gras am Gantspitz.
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Biet und Leiterenstollen. Vorne der Westgrat vom Gantspitz und unten Alp Wäni. Mein Abstieg erfolgt über die Graslinie vom Westgrat zur Alphütte.
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Sihltal mit Golfplatz.
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Grat zum Turner.
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Wändlispitz.
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Mythen.
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Detail Wändlispitz.
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Grat von der Ganthöchi zum Wänifirst.
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In der Südwestflanke vom Gantspitz.
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In der Südwestflanke vom Gantspitz.
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Blick zum Belchen und Feldberg. Mit Zürich und Üetliberg.
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Sihltal.
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Fluebrig.
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