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Eine Ebene höher

Arvigrat-Gräfimattgrat-Höchgrat

Eigentlich wollte wir eine Rundtour vom Ächerlipass bis zum Schluchberg und über Egg machen - die Wechte am Schingrat und das Schneefeld darunter in der heiklen Querung verunmöglichte dies. Als Alternative bestiegen wir den selten besuchten Höchgrat und gelangten in einigem Auf- und Ab in der Westseite des begangene Grats zum Ausgangspunkt zurück.

Etwas unterhalb von Punkt 1427 auf der Nidwaldner Seite des Ächerlipasses parkierten wir und stiegen durch das abwechslungsreiche Wandergelände über Wurzeln, erdige und grasige Pfade, Kuhweiden und kurze Schneefelder auf den Arvigrat. Der Abstieg vom höchsten Punkt 2014, der auf dem Weg überschritten wird, sieht von oben deutlich schmaler aus als er sich beim Bewandern entpuppt. Nach dem schmalen Stück, könnte ostwärts auf markiertem Bergwanderweg nach Egg abgestiegen werden, vor uns liegt der breite Graskamm des Gräfimattgrats. Nur der direkte Aufstieg auf den hervorstehenden Gräfimattnollen ist etwas anspruchsvoller, die steilste Stelle lässt sich auf gut gestuftem Gelände links umgehen (T3).

Der südseitige Abstieg erfolgt über Gras und vor einem liegt das breite Hochplateau des Gräfimattstands, des mit 2050 Meter unscheinbaren höchsten Punkts des Tages.

Ursprünglich hatten wir geplant ostwärts am Schingrat entlang zu traversieren, angesichts der grossen Wächte oberhalb und dem harten Schneefeld liess und die im SAC-Führer von 1996 erwähnte "ausgesetzte Überkletterung" über den Schingrat etwas genauer zu inspizieren: Begehungsspuren waren nur wenige zu erkennen, der erste Aufschwung von Punkt 2017 sah eher nach T6 als nach der Führer-Bewertung EB aus. Also entschieden wir unseren bereits zuhause vorbereiteten Plan B zu aktivieren: statt vom Schluchberg via Laucherenstock östlich der Bergkette nach Egg zu wandern, via Höchgrat westlich der Bergkette zurück zum Ächerlipass.

Höchgrat
Vom Gräfimattstand erlaubten Schneefelder den raschen Abstieg bis an die Wegkreuzung unmittelbar westlich des Doppelgipfels vom Höchgrat. Der folgende Grat wird an einer Stelle durch eine Rinne mit zweifelhaftem Block erklommen (Stelle T4). Anschliessend dem schmaler werdenden, aber nicht wirklich exponierten Grasgrat entlang bis auf den tieferen der beiden Gipfel, diesen überschreiten bis in den Sattel und unschwierig über Gras auf den Höchgrat. Vom Sattel aus kann im Frühling, wenn das nordseitige Schneefeld hoch genug reicht, direkt nach Gräfimatt abgerutscht werden. Alternativ könnte man über den Südwestrücken den Bergwanderweg erreichen. Wir stiegen hingegen über den Doppelgipfel zurück zum Punkt 1945 und von dort über die Schneefelder via Gräfimatt zur Talstation der Materialseilbahn.

Ab Reismatt war der Wanderweg geteert, und im Reismattwald mussten wir vorsichtig durch eine auf der Strasse eingepferchte Viehherde hindurch - die Herde nahm schneller werdend die Verfolgung auf; wir waren allerdings noch etwas rascher bei der Absperrung. Nach dem Wald führt ein locker markierter Bergwanderweg weglos durch eine Viehweide mit Muttertierhaltung fast 200 Höhenmeter überwindend nach Eggi - dort musste man sich von den vielen den blühenden Löwenzahn liebenden Bienen in Acht nehmen.

Ab Eggi wandert man zumeist wieder auf einer Fahrstrasse und über einen letzten Kilometer auf der geteerten Passstrasse wird der Ausgangspunkt erreicht.

Die Runde summierte sich immerhin auf 1200 Höhenmeter, obwohl auf dem Ächerlipass bereits auf einer Höhe von 1420m gestartet werden konnte. Die harmlosen Gratwanderung beschert wunderschöne Ausblicke in die Bergwelt Ob- und Nidwaldens und ein schönes Alpblumenbouquet. Der Höchgrat und das Schneefeldsurfing via Alp Gräfimatt bot auf dieser Tour die nötige Abwechslung, auf die Begehung von Viehweiden könnte ich allerdings gerne verzichten.
» GPS-Track (GPX)


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Knapp unter der Passhöhe des Ächerlipasses auf Nidwaldnerseite befindet sic hein kleiner Parkplatz und der Start der Kammwanderung zum Arvigrat.
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Ächerli, Chli Horn und dahinter Stanserhorn.
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Arvigrat in Sicht.
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Arvigrat.
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Arvigrat.
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Arvigrat.
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Der Pfad führt über den höchsten Punkt des Arvigrats.
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Abstieg über den Arvigrat gegen Süden: Der Grat wird jetzt deutlich schmaler.
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Arvigrat.
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Vom Arvigrat blickt man in den Kessel Chälen. Links Laucherenstock, rechts der Schingrat, Bildmitte Schluchberg: noch liegt viel Schnee in der Nordflanke des Schingrat, durch die eine abschüssige Wegspur führen soll.
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Gräfimattnollen, vor dem Direktanstieg.
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Blick zurück vom Gräfimattnollen zum Arvigrat.
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Blick zurück vom Gräfimattnollen zum Arvigrat.
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Blick vom Gräfimattnollen zum später erklommenen Doppelgipfel Höchgrat.
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Blick vom Gräfimattnollen zum später erklommenen Doppelgipfel Höchgrat.
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Blumenmix.
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Blumenmix.
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Auf dem flachen Gräfimattstand, Blick über den Gräfimattnollen zum Arvigrat und dazwischen Stanserhorn.
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Nordflanke des Schingrats.
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Wechten am Gräfimattstand.
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Ostabbruch des Gräfimattstand.
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Die ersten beiden Aufschwünge des Schingrats von Norden. Die Spur durch die Nordflanke ist knapp erkennbar.
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Der erste Aufschwunge auf den Schingrat von Norden; die ersten paar Meter sind einfach, dann exponiert an die linke Kante hinaus und dieser entlang hoch... eher T6 als EB.
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Die ersten beiden Aufschwünge des Schingrats von Norden.
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Höchgrat von Punkt 1945.
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Aufstieg über den Ostgrat zum Höchgrat.
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Auf dem Ostgipfel des Höchgrats: Über die schmalere Kante in den Sattel und weiter auf den Hauptgipfel.
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Höchgrat: Blick auf den tieferen Ostgipfel.
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Blick vom Sattel des Höchgrats gegen Süden.
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Rascher Abstieg vom Höchgrat zur Alp Gräfimatt.
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Kreuz westlich am Gräfimattnollen, links hinten Stanserhorn.
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Der blühende Löwenzahn bei Eggi wurden von den Bienen heiss geliebt.
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