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Eine Ebene höher

Gletschhorn

Der Südgrat auf das Gletschhorn bietet luftige, relativ einfache Gratkletterei in bestem und griffigem Granit in grandioser Umgebung.

In zwei Stunden ab Parkplatz Tätsch (Ticketautomat 200m nach Beginn des Fahrwegs) bis zum Einstieg auf dem Südgrat. Wir sind über die steilere Stufe des Tiefengletschers hochgestiegen, bzw. dessen schuttgedeckten, mühsam-rutschigen nördlichen Rand (angenehmer und besser im Abstieg). Wenige Spalten auf dem Tiefengletscher; ausser am Einstieg in die Gletschhorn SW-Flanke an diesem 12.8.2015 aper. Wir sind ziemlich direkt in der Falllinie des S-Grat-Einstiegs auf 2950m in die Flanke eingestiegen - mehrere plattige IIer Stellen, dadurch konnten wir dafür auf Steigeisen verzichten. Auf zwei steilen, kurzen Schneefelder vor dem Einstieg war Pickel angenehm. Der S-Grat wird auf einer Höhe von 3090m erreicht.

Der Gletschhorn Südgrat ist mit Standplätzen und Bohrhaken ausgestattet, wobei dabei nicht übertrieben wurde: wir haben Klemmgeräte Grösse 00-2 und Schlingen gut einsetzen können. Über die Hälfte des S-Grats sind wir gemeinsam am gestreckten halblangen Seil geklettert, mit Kletterfinken klebt man quasi am Granit; mit Bergschuhen sind ein paar Stellen dank A0 an gut platzierten Haken entschärfbar - wobei ich an diesem Tag trotzdem ein paar zerrissene Hosen gesehen habe. Ohne Eile und viel Genuss in drei Stunden auf den Gipfel.

Der Gipfelblock bietet einen einzigen Sitzplatz und die Möglicheit um Abzuseilen. Wir sind aber in die letzte Scharte zurückgeklettert (III); Ende für Kletterfinken. Ab dort über Blöcke und sandige Spuren steil abwärts durch die SW-Flanke. Nach Farbpunkten Ausschau halten - davon haben wir zu wenige gesehen und haben Steinmänner gefunden, die uns wohl zu weit nach links in die Schroffenrinne mit alten Schlingenständen geführt haben (dort sind wir mit Seilsicherung abgestiegen; Steinschlag!). Erst wenige Meter über dem Schneefeld war mit dem hier 10m zu kurzen 50m Seil dann aber in der Rinne fertig lustig und wir sind wieder einige Meter hochgestiegen: unmittelbar nördlich der Rinne haben wir dann die regulären Abseilstände mit Ringen durch die Platten gefunden... (Vom obersten Schlingenstand hätten wir nicht in der Falllinie absteigen sollen, sondern mehr nach rechts halten sollen.) Vom letzten Stand aus lässt sich einige Meter auf das Schneefeld abseilen und dabei gleich die Randkluft überspringen; hier am besten sofort Pickel und Handschuhe hervorkramen, da die gefühlte Hälfte der beobachteten Absteiger unfreiwillig ein paar Meter über das Schneefeld abgerutscht sind... Wir sind leicht links der Schneefeld-Falllinie Richtung unserer Aufstiegsroute gelaufen und haben diese gesucht. In der Flanke vertrödelten wir viel zu viel Zeit.

Um noch eine weitere Variante des Zustiegs zum Tiefengletscher zu begutachten, sind wir im Abstieg vom Tiefengletscher über die Schulter P. 2765 gestiegen - wenige Meter Gegensteigung bis zum grossen Steinmann. Der ostseitige Abstieg gegen die Albert-Heim-Hütte (T4) über grosse Blöcke und Felsplatten ist sehr mühsam und braucht nochmals alle Konzentration. Diese Route also besser im Aufstieg nehmen, wobei sie im Licht der Stirnlampe trotz vereinzelter Steinmännchen und Wegspuren nur schwierig direkt zu finden sein dürfte. Abstieg über den Tiefengletscher bis Parkplatz Tätsch in etwa 75 Minuten.

1170 Höhenmeter über 13 Kilometer, SW-Flanke WS, S-Grat Stelle V, zumeist um III.
» GPS-Track (GPX), Unterbrochen vor der Gletschhorn-Schulter P. 2765, Aufstieg zum Tiefengletscher besser via unserer Abstiegsroute und Abstieg auf unserer Aufstiegsroute... der Abstieg durch die SW-Flanke war nicht optimal.


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Nach wenigen Minuten ab dem Parkplatz Tätsch kommt das Tagesziel in Sicht (Gletschhorn in Bildmitte). Links der charakteristische Galenstock.
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Südgrat des Gletschhorn von Südosten. Einstieg von der Gegenseite in das flache Gratabschnitt rechts der markanten Scharte.
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Die dünne Zunge des Tiefengletschers. Am rechten Rand geht es auf rutschigem Moränenmaterial über die Steilstufe; kurz die Steigeisen anziehen wäre wohl die bessere Wahl.
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Tiefengletscher mit der am rechten Rand über Schutt begangenen steileren Stufe.
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Tiefengletscher mit der am rechten Rand über Schutt begangenen steileren Stufe. Ziemlich mühsames Gebrösmel.
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Auf dem Tiefengletscher, Blick zur Schulter P. 2765 mit dem Steinmann. Aufstieg ab Hütte ev. besser via dieser Schulter.
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Es gibt zwar nur wenige Spalten, aber eine reicht...
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Ziel markiert! Wir sind nicht die Rampe unter dem SW-Sporn hoch (direkt unter Stockspitze), sondern in diesem Bild von der Aufnahmeposition ziemlich direkt in der Gipfel-Sichtline zum oberen Schneeband, und somit zum Einstieg zum S-Grat. Stellen II.
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Wir umgehen die steilen Eisfelder über Schutt und Blöcken.
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Aufstieg SW-Flanke zum S-Grat.
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Aufstieg SW-Flanke zum S-Grat, Stellen II.
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Aufstieg SW-Flanke zum S-Grat, beim oberen Schneefeld. Wir sind über die Felsen am rechten Bildrand und dann zum Grat hoch. Die Felszacken täuchen über den einfachen Gratverlauf hinweg.
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Aufstieg SW-Flanke zum S-Grat, beim oberen Schneefeld.
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Beginn der S-Grat-Kletterei nördlich des Turms.
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Beginn der S-Grat-Kletterei; der erste Stand am Ende der flachen Passage.
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Beginn der S-Grat-Kletterei; der erste Stand.
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Gletschhorn S-Grat.
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Gletschhorn S-Grat.
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Gletschhorn S-Grat. Direkt vor der Crux, V. Mit Bergschuhen zieht man gerne am Express.
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Gletschhorn S-Grat. Direkt nach der Crux, V.
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Gletschhorn S-Grat.
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Gletschhorn S-Grat. Plattiger Abschnitt.
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Gletschhorn S-Grat.
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Gletschhorn S-Grat. Alternativer, naja exotische Variante...
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Gletschhorn S-Grat. Pfeil: siehe auch vorheriges Bild. Beim Vespern kratzt und schabt es plötzlich direkt unter uns! Die Öffnung war übrigens gross genug für den mühsamen Durchstieg.
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Gletschhorn S-Grat. Reibungsblock - wenn man dort steht mit reichlich Tiefblick, dass man froh um Kletterfinken ist.
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Gletschhorn S-Grat. Reibungsblock.
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Gletschhorn S-Grat. Schön schmale Gratkante.
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Gletschhorn S-Grat. Schön schmale Gratkante.
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Vor der Scharte zu den Gipfelblöcken: Blick in die SW-Flanke, wo es dann hinuntergeht.
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Gletschhorn S-Grat. Schön schmale Gratkante.
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