Foto-Galerie von Barmettler.com  

Hauptverzeichnis > Schweiz > Glarner Alpen > Redertenstock Mutteristock
Eine Ebene höher

Überschreitung Redertenstock und Mutteristock

Spektakulär, einsam und anspruchsvoll ist die Überschreitung der beiden höchsten Wägitaler Berge Rederten- und Mutteristock. Für die neuere Route am Redertenstock auf einem Band durch die Südwand ist Schwindelfreiheit und Trittsicherheit ein Muss. Der Aufstieg durch die Schlucht der Ostwand des Mutteristocks ist ebenfalls abwechslungsreich. Nur der Abstieg über die markierte Normalroute ist lang und wegen dem Karst mühsam.

Schon über 1300 Höhenmeter hat in den Beinen, wer am Redertenstock E-Grat endlich die Hände aus dem Sack nehmen darf. In der Umgehung der gelben Wand kann der höchste Gipfel des Wägitals auch ohne Seil in anspruchsvoller Alpinwandermanier erklommen werden (T5). Der Abstieg über diese Route erachte ich wegen schlechter, von oben nicht gut einsehbarer Steinqualität allerdings als heikel.

Da bietet sich die Route durch das anfangs schmale Band durch die Südwand des Redertenstocks an, welches direkt unter die Scharte zwischen Rederten- und Mutteristock führt. Am Ende muss eine abschüssige Platte bis fast zur luftigen Kante abgestiegen werden - bei Nässe oder Schnee nicht lustig (T5). In der Rinne zur Scharte warten ein paar Blöcke auf die Weiterreise (deshalb III). Abstieg von der Scharte gegen Norden in den Blockkessel (I).

In der Ostwand des Mutteristocks muss die richtige Rinne angesteuert werden. Die Einstiegsschroffen liegen weit hinten, dort wo sich zwei Rinnen gegen unten vereinen. Bis zur Hälfte der Wandhöhe folgt man eher der linken Rinne, um vor dem oberen Überhang mit den rötlichen Felsen dicht unter den Felsen nach rechts zu queren. Eine kleine, wenig stabil wirkende Blockmauer versperrt noch den Weg in die folgende, plattige Schlucht, die, wenn feucht, sicher kein Spass machen wird (T5/II-III).

Ich habe diese Tour bei einem angekündeten Föhnsturm mit Böen bis zu Orkanstärke geplant und durchgeführt. Dies war perfekt, da der Aufstieg bis in den Gipfelbereich im Windschatten lag. Am E-Grat des Redertenstocks gab es etwas, aber nicht störenden Wind. Nur beim Einstieg in das schmale Band durch die S-Wand musste ich den Durchzug einiger Böen abwarten. Erst unterhalb der Torberglücke und bis Mutteri wurde der Wind dann unangenehm stark.

1550 Höhenmeter über 12.5 Kilometer, T5/II-III. Auf der gesamten Route keine künstlichen Sicherungsmittel angetroffen.
» GPS-Track (GPX)


1  2  »
Der untere Teil der Mutteriberge von Nordosten.
DSC05030.JPG
(1280x960, 256.7KB)
Mutteriberg von Nordosten. Ist dies die Route 156c im Alpinführer von Peter Straub?
DSC05046.JPG
(960x1280, 282.1KB)
Mutteriberge von Osten.
DSC05054.JPG
(960x1280, 199.9KB)
Mutteristock von Nordosten. Der spätere Aufstieg durch die E-Flanke erfolgt durch die Rinne rechts der tiefsten Kerbe.
DSC05062.JPG
(960x1280, 257.0KB)
Redertengrat.
DSC05076.JPG
(960x1280, 261.7KB)
Letzte Meter vor dem Redertenstock
DSC05078.JPG
(960x1280, 329.2KB)
Der Redertenstock
DSC05083.JPG
(960x1280, 269.8KB)
Redertenstock E-Grat.
DSC05094.JPG
(960x1280, 269.9KB)
Aufstieg zum Redertenstock über den E-Grat - zumindest bis zur gelben Wand: Hier kann man den Grat verlassen und dicht an der Wand vorbeiziehen. Gleich die erste Rinne geht es hoch.
DSC05107.JPG
(960x1280, 301.7KB)
Aufstieg zum Redertenstock über den E-Grat und der gelben Wand entlang: nach der Wand (rechts im Bild) direkt die Rinne in Bildmitte mit unzuverlässigem Gestein hoch. Im Abstieg hätte ich dort kein gutes Gefühl.
DSC05115.JPG
(960x1280, 318.9KB)
Aufstieg zum Redertenstock über den E-Grat und der gelben Wand entlang: die gelbe Wand ist am linken Bildrand sichtbar, Blick hinunter durch die erstiegene Rinne (links).
DSC05117.JPG
(960x1280, 317.5KB)
Aufstieg zum Redertenstock über den E-Grat und der gelben Wand entlang: weitere Aufstiegsmöglichkeit nach der Rinne.
DSC05118.JPG
(960x1280, 320.9KB)
Aufstieg zum Redertenstock über den E-Grat und nach Überwinden der Schwierigkeiten nach der gelben Wand. Jetzt Traversieren bis etwas links des Gipfelkreuzes und hoch zum Grat.
DSC05121.JPG
(960x1280, 315.6KB)
Aufstieg zum Redertenstock über den E-Grat und der gelben Wand entlang: Rückblick auf die Route.
DSC05123.JPG
(960x1280, 363.9KB)
Redertenstock, Blick hinüber zum Mutteristock.
DSC05129.JPG
(960x1280, 251.9KB)
Redertenstock: Blick über die Seenlandschaft.
DSC05131.JPG
(1280x960, 233.3KB)
Redertenstock. Abstieg via Südwand-Band: dem W-Grat folgen bis zum Absatz, dann der südlichen Begrenzung der Flanke entlang 35-40 Höhenmeter über gute Rasentritte absteigen, links im Bild, einmal nach links um Schroffen ausweichen und bald wieder zurück an die Kante.
DSC05145.JPG
(960x1280, 222.6KB)
Aufstieg zum Redertenstock über den E-Grat und der gelben Wand entlang: Rückblick auf die Route.
DSC05148.JPG
(1280x960, 297.9KB)
Redertenstock, Abstieg zum Südwand-Band: nach Abstieg vom Gipfel, die Schroffen habe ich im Bild rechts umgangen.
DSC05149.JPG
(960x1280, 299.0KB)
Redertenstock, Einstieg in das unterste Südwand-Band: hier jetzt hinüber und hinaus in die Wand. Ich wählte das unterste Felsband. Es ist zwar überaus schmal, beinhaltet aber wenig Grasbüschel und besserer Fels und ist nur wenig steil in den ersten Abstiegsmetern.
DSC05152.JPG
(960x1280, 292.5KB)
Redertenstock, Auf dem untersten Südwand-Band. Ich stieg an der Kante mit dem Grasbüschel ein; nun ist es einfach zu begehen...
DSC05154.JPG
(960x1280, 246.8KB)
Redertenstock, Auf dem untersten Südwand-Band. ... das Band ist einfach zu begehen bis auf die Platte am westlichen Bandende. Die Platte bricht jäh ab, besser nicht auf einzelnen Steinen ausrutschen... Direkt nach der Platte die Rinne, bzw. rechts davon hoch. Die Klemmblöcke in der Rinne sehen aus, als ob sie bei kleinster Berührung den Weg ins Tal antreten; so muss man auf die besten Griffe und Tritte verzichten. Mit einer Kette entlang des aufsteigenden Risses rechts im Bild wäre die Route auf den Redertenstock gebändigt.
DSC05157.JPG
(960x1280, 299.2KB)
Redertenstock, auf dem Südwand-Band.
DSC05158.JPG
(960x1280, 279.8KB)
Redertenstock, auf dem Südwand-Band, bereits unterhalb der Platte, über die der Luft entgegen abgestiegen wird.
DSC05163.JPG
(960x1280, 243.2KB)
Redertenstock, Ausstieg vom Südwand-Band in die Scharte zwischen Redertenstock und Mutteristock. Bereits oberhalb der Rinne und der Platte.
DSC05167.JPG
(960x1280, 292.7KB)
Redertenstock W-Grat. III. oder IV. Grad?
DSC05171.JPG
(960x1280, 286.1KB)
Mutteristock E-Grat.
DSC05173.JPG
(960x1280, 255.6KB)
Abstieg aus der Scharte zwischen Redertenstock und Mutteristock entlang von Rissen und schmalen Schuttbändern in der Kalkplatte. Aus dem Trichter wartet bereits die Aufstiegsroute durch die Mutteristock E-Wand.
DSC05181.JPG
(960x1280, 388.7KB)
Aufstiegsroute durch die Mutteristock E-Wand: die Schroffen zuerst rechts dann linkshaltend hoch, bis unter den Überhang mit den rötlichen Felsen in Bildmitte. Entlang diesen in die rechts Schlucht queren. Der Einstieg in die Schlucht ist die Schlüsselstelle (zumindest wenn es trocken ist).
DSC05187.JPG
(960x1280, 309.9KB)
In der Mutteristock E-Wand, Blick in die Scharte Redertenstock-Mutteristock.
DSC05188.JPG
(960x1280, 359.0KB)
In der Mutteristock E-Wand. Jetzt nach rechts traversieren, möglichst oben bleiben (in jeder Hinsicht).
DSC05195.JPG
(960x1280, 313.4KB)
In der Mutteristock E-Wand. Tiefblick von der Traverse.
DSC05197.JPG
(960x1280, 315.4KB)
1  2  »

    Eine Ebene höher




CalSky.com - the world's most complete astronomical calendar
CalSky
Wetter am Albispass
Albis-Meteo
astro!nfo - Everything you ever wanted to know about astronomy
astro!nfo
Impressum