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Eine Ebene höher

Rautispitz und Aussichtskanzel Höchnase

Der Rautispitz thront hoch und bedrohlich über dem 1800 Meter tiefer gelegenen Netstal - bei einer durchschnittlichen Neigung von über 50° ist ein imposanter Tieafblick garantiert. Beim Anstieg ab Obersee (je nach Route T3 oder T4) kann man dank der Abendsonne die Tour über 1300 Höhenmeter auf den Rautispitz auch am Abend wagen - sicherheitshalber aber die Stirnlampe einpacken!

Gestartet wird bei der Parkmöglichkeit unmittelbar vor dem Obersee. Zu Fuss kann man entweder direkt am See entlang oder etwas oberhalb den guten Wegen folgen. Nach rund einem flachen Kilometer um den See beginnt ein steiler Alpbewirtschaftungsweg Richtung Grapplistafel. Der weiss-rot-weiss markierte Bergwanderweg kürzt ein paar Kehren ab. Bei der Grapplialp weisst ein Wegweiser denn Weg - entweder gemächlich und weit - aber nicht schwieriger als T3 - via Grapplistafel, Rautihütten und Rautialp, oder steil und teilweise exponiert direkt aufwärts via Geisskappel auf den Rautispitz, T4.

Der direkte Weg ist weiss-blau-weiss markiert und die Spuren sind in den hoch gewachsenen Weidewiesen nicht immer erkennbar, v.a. über einer Höhe von 2000m. Zuvor ist aber eine Felsstufe entlang einem erdig-rutschigen, steilen Rampe zu bewältigen. Der die Augen offenhält und sich direkt an der Felswand bewegt, sieht auch sofort das alte Drahtseil, etwas weiter aussen helfen griffige Wurzeln beim Aufstieg.

An einem heissen Sommerabend brennt die Sonne hier allerdings erbarmungslos senkrecht in die Wand und die üppige Vegetation gibt reichlich Feuchtigkeit ab, so dass man sich bei einem rassanten Aufstieg schon mal mit den Symptomen eines nahenden Hitzschlags auseinander setzen kann...

Der Tiefblick vom Rautispitz ist schon imposant, die Sonne bei meinem Gang aber bereits bedrohlich tief. Also rasch hinüber zur Höchnase, wobei teilweise exponiert die Ostflanke des Wiggis auf schmalem, aber teilweise kettengesicherten Weg traversiert wird. Der kurze Abstecher vom markierten, auf den nahen Wiggis führenden Bergweg auf die Aussichtskanzel Höchnase ist es wert, das spätere Hervorkrammen der Stirnlampe zu risikieren: fantastisch exponiert ist man hier oben der König vom stark besiedelten Flachland des Glarnerlands, vis à vis die Glärnischwand vom Vorder Glärnisch über Vrenelisgärtli über Ruchen zum Näbelchäppler; sogar sieht man von "hinten" auf Dejenstock und Mättlistock. Den dazwischen liegenden Klöntalersee verbirgt sich allerdings (wenn ich mich richtig erinnere).

Den wenigen Minuten dauernden Abstecher auf den Wiggis erspare ich mir zugunsten einer kleinen Chance auf einen stirnlampenlosen Abstieg. Vom Sattel zwischen Wiggis und Rautispitz führt der weiss-rot-weiss markierte Bergweg über einen erdigen und reichlich mit Steinen übersähten Pfad hinunter in die lange Rautialp. Auf etwa 1800 Meter Höhe beginnt die Fahrstrasse - ich vermisse ein Bike... Mehrere Abkürzungen durch die Alpweiden lassen mich die Rautihütten umgehen und direkt gegen Punkt 1610 absteigen, wo der ruppige Bergweg gegen Grapplistafel führt. Ab dort Fahrweg, einen Kilometer weiter erreicht man die frühere Abzweigung. Die Dämmerung schreitet fort, die Abkürzungen durch den Bergwald werden zwar immer dunkler, sind vom Aufstieg aber noch in bester Erinnerung. Gerade bei Ende der bürgerlichen Abenddämmerung, knapp etwas mehr als vier Stunden nach dem Start, erreiche ich den Ausgangspunkt. Keine fünf Minuten später hätte ich die Stirnlampe hervorkramen müssen; an einem westexponierten Hang kann man bei schönem Wetter also noch bis zu einer Sonnendepression von 6° den Weg erkennen.
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