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Eine Ebene höher

Der Ochsenchopf ist der abschliessende Höhepunkt des Grenzwalls zwischen Wägitalersee und Klöntalersee und damit zwischen Schwyz im Norden und Glarus im Süden. Da wir von Süden, von Vorder Richisau im Kanton Glarus gestartet sind, zähle ich diese Tour nun zu den Glarner Alpen. Der erwähnte Grenzwall umfasst bekannte Gipfel wie Chöpfenberg, Bockmattli, Brünnelistock, Zindlenspitz und Mutteristock - diesen gegenüber ist der Ochsenchopf nahezu unbekannt. Wer ihn aber vom Pragelpass oder dem hinteren Teil vom Klöntalsee gesehen hat, erwartet nicht, dass ein T4-Pfad auf diesen abweisenden Felsklotz führen könnte.

Das Gebiet wird dem Zustand der noch teilweise markierten Wanderwegen nach nur selten besucht; die Wege sind verbreitet in einem mühsam zu begehenden Zustand, eher gar nicht mehr unterhalten. Gut, dies verspricht zumindest eine einsame Tour vor der grandiosen Kulisse von Klöntalersee und Glärnisch-Massiv.

Gestartet sind wir an der Brücke bei Vorder Richisau und haben fälschlicherweise den oberen (im SAC-Führer erwähnten) Pfad gewählt, der auf den alten Karten noch eingetragen ist. Nach etwas mühsamer Begehung durch den nassen Wald gelangten wir auf den Wanderweg nach Ralli und dort zur Alpweide Unter Stafel. Besser wäre es, gleich ab Schwändeli zu starten oder direkt via Punkt 1233 weglos aufzusteigen. Tritt man aus dem Wald bei Ochsenfeld, geht es für den Rest des Tages zumeist weglos, im Sommer durch teilweise hohe Wiesen weiter.

Der unnahbare Ochsenchopf wird vom westlichen Sattel über Wegspuren durch das obere, schmalere der beiden markanten Grasbänder angegangen, welche die Südwestflanke durchziehen. Bald schon kommt eine T4-Stelle und ein Drahtseil, der über einen Unterbruch im Band hilft. Es öffnet sich die Sicht zum Klöntalersee und nach oben, in eine luftige Verschneidung zwischen kompakten Felsen der Südwand, die den steilen, felsig-grasigen Weg nach oben weist. Gegen den Ausstieg wird das Gelände noch etwas steiler - wirklich nicht für Leute mit Höhenangst empfohlen (T4). Dann steht man aber auch schon auf der grossen, felsdurchsetzten Grasflanke, die, steil zwar, die noch rund 200 Höhenmeter zum Gipfelkreuz hoch führt. Bald schön dürfte man von den Gämsen begrüsst werden. Abstieg entlang der Aufstiegsroute bis in den Sattel.

Ein ehemaliger Wanderweg führt durch den Durgäng. Ab hier wäre es bis auf den Ostgipfel des Wannenstöckli über den Nordostgrat ein Katzensprung. Bei den vorgefunden nassen Verhältnissen haben wir von diesem T5-Abschnitt abgesehen und sind statt dessen über angenehme Schneefelder dem Wannenstöckli entlang bis unter den Sattel bei Punkt 1824 abgestiegen. Der Sattel wird von links (von Nordosten) über Wegspuren erreicht. Der folgende Aufstieg über den felsdurchsetzten Westrücken zum Wannenstöckli Westgipfel ist einfach, wenn auch zur Vegetationszeit etwas mühsam. Der kurze Übergang zum Ostgipfel ist anspruchsvoller und führt exponiert auf Grastritten um einen steilen Abbruch und ein 3m langes, schiefriges schmales Gratstück (T5).

Nun wieder zurück zum Sattel westlich vom Wannenstöckli und durch Alprosen einem schmalen Pfad entlang auf den Wannengrat und dessen eindrückliches Karst- und Dolinengelände. Rasch über einfacher zu begehendem Weidegelände ist der Brüschbüchel erreicht, von dem man eine phänomenale Rundsicht geniesst. Abstieg entlang dem steiler werdenden Südrücken bis zum Beginn des Richisauer Waldes und - endlich ein richtiger Weg! - auf neuem Alpweg rasch und steil nach Hinter Richisau. Der Passstrasse entlang zum Startpunkt oder Postautohaltestelle (Achtung auf Autos und Motorräder).

Auf der gesamten Strecke (welche immerhin über 1650 Höhenmeter führt) gibt es normalerweise kein fliessendes Wasser. Dies ist zu bedenken, bewegt man sich doch vorwiegend auf südexponiertem, entsprechend besonntem Gelände. Auf dieser auf weiten Strecken recht steilen Tour sind Stöcke von Vorteil.


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Bergbach Chlön beim Startpunkt östlich von Vorder Richisau.
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Der Sommer-Nebel lichtet sich bei Unter Stafel.
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Nebelstimmung bei Näbelchäppler-Fürberg
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Ochsenchopf von Ober Stafel. Aufstieg durch das Täli bis links in den Sattel.
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Von Ober Stafel: Wannenstöckli Ostgipfel mit Übergang zum Westgipfel: beim Einschnitt wartet ein kurzes, schmales Gratstück und links davon ein Aufschwung.
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Silberen.
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Normalweg zum Ochsenchopf: eine Spur führt zum Grasband in der Südwestflanke.
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Das Grasband am Ochsenchopf wird über eine Drahtseil-gesicherte Passage erreicht.
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Grasband mit Einstieg in die Verschneidung.
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Verscheidnung: hier, an der linken Begrenzung, hoch.
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Tiefblick in der Verschneidung am Ochsenchopf.
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Ausstieg aus der Verschneidung am Ochsenchopf.
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Ausstieg aus der Verschneidung am Ochsenchopf.
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Eine recht steile Grasflanke führt zum Gipfel.
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Begrüssungskomitee in der Grasflanke zum Gipfel: Heute, an einem Mittwoch haben wir eigentlich niemanden erwartet!
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Steinbock.
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Steinbock.
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Wannenstöckli Ostgipfel und der Aufschwung im Übergang zum Westgipfel.
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Klöntalersee und Glärnisch beim Ausstieg der Ochsenchopf-Verschneidung.
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Vorder Glärnisch.
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Im Abstieg in der Verschneidung am Ochsenchopf.
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Blick auf das Grasband unter der Verschneidung am Ochsenchopf.
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Tiefblick am Ochsenchopf ins Klöntal.
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Im Abstieg in der Verschneidung am Ochsenchopf.
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Im Abstieg vom Grasband am Ochsenchopf.
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Das Grasband am Ochsenchopf.
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Nordostgrat des Wannenstöckli Ostgipfels.
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Biet und Leiterenstollen gucken hinter der Ganthöchi (über dem Schwialppass) hervor.
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Wannenstöckli Ostgipfel (links) und Westgipfel (links der Bildmitte) und rechts unten Wannengrat.
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Der Sattel zwischen Wannenstöckli und Wannengrat - Punkt 1824. Er wird auf der Nordseite über Wegspuren von links, d.h. Nordosten, erreicht.
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Im Aufstieg zum Wannenstöckli: Rechts Wannengrat, links an der Sonne Brüschbüchel.
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Wannenstöckli.
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