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Eine Ebene höher

Der Piz Platta im Avers ist mit fast 3400 Meter Höhe in einigem Umkreis der höchste Berg, die nächsten deutlich Höheren sind der Tödi und das Berninamassiv. Dem entsprechend ist die Aussicht umfassend, wegen dem bergzacken-armen Horizont aber auch etwas langweilig. Der leichteste Aufstieg ab Cresta über die Bärgglafurgga und Tälihorn ist eigentlich technisch leicht (T5), lang und bedarf aber Alpinerfahrung.

Nach dem kleinen Dorf Cresta, wo die Kirche nicht mehr im Dorf steht, gibt es ein paar Parkplätze. Man geht etwas zurück und steigt dem markierten Wanderweg entlang ins Täli und bis zum Talknie bei Punkt 2514 und folgt dem Weg Richtung Bandseen. Bei Erreichung der Hochebene kann dem Bergrücken zu Punkt 2707 gefolgt werden und erreicht die Route, die über das mühsam zu begehende Tälchen hinter dem oberen Bandsee folgt, unterhalb der Bärgglafurgga. Wegspuren führen durch den Schutthang, die sich in der Nähe der Furgge verlieren.

Über den Südgrat erklimmt man in mehreren Felsstufen das Tälihorn (T4+) und geniesst die imposante Rundsicht - insbesondere auf den Piz Platta, das nächste Ziel.

Den obersten Gipfelaufbau vom Tälihorn bin ich gegen Süden abgestiegen, um ihn herum auf den Ostgrat und durch Schutt und Schnee gegen Nordwesten gequert. Bald erreicht man so die obersten Eisreste des Vadret da Piz Platta, so dass im Sommer entweder die Lücke bei 3140 mit Hilfe von Steigeisen bequem und rasch erreicht werden kann, oder - wie ich ohne Steigeisen - direkt auf der obersten Eiskante den begrenzenden Felsen entlang, über die auch mal gestiegen werden muss. Wenigstens hat es keinen Bergschrund, mühsam war's trotzdem (und hat eine halbe Stunde für die nur gerade 500 Meter gekostet).

Ab der Lücke 3140, wo ein exponierterer Zustieg durch die Westflanke hoch führt, folgt man den Steinmännern, zumeist östlich des Grats, bis an den Gipfelkopf. Nun führen Steinmänner - ich häufig nicht direkt ins Auge springen - eine Möglichkeit ostwärts aufsteigend durch die Südwand, bis der Südgrat bei einer etwas flacheren Stelle erreicht wird. Dem immer noch steilen Südgrat entlang hoch, bis zum Schuttfeld mit dem Gipfelsteinmann- und -buch des Piz Platta (T5).

Im Abstieg wollte ich eigentlich ab Punkt 3140 durch die Westflanke absteigen, erinnerte mich dann aber der Internetberichte, die die Hauptschwierigkeit im unteren, von oben nicht einsehbaren Bereich des Abstiegscouloirs zuordnen. Da schon etwas müde von der langen Reise und der bisherigen Tour, entschied ich mich für den technisch einfachen Umweg via Tälihorn - entlang der Aufstiegsroute.

Die beiden hübschen, herzförmigen Bandseen hat man im Abstieg immer wieder im Blick, so dass ich den weiteren Umweg über das etwas mühsame Tälchen östlich vom oberen Bandsee abstieg und mich auf einer herrlichen Felsplatte direkt am Ufer für ein Nickerchen niederliess.

Obwohl ich unterstützt durch die Kühle des Hochnebels am Morgen in fast nur 2 Stunden auf dem Tälihorn stand, zog sich die Tour im Anschluss noch richtig in die Länge: die Wegfindung am oberen Ende des Plattagletschers und in der Südwand des Gipfelkopfs war recht zeitraubend (80 Minuten ab Tälihorn). Und das schöne, warme Wetter wollte bei den Pausen natürlich ebenfalls ausgenützt werden!
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Hochnebel im Hochsommer - etwas ungewöhnlich, aber ohne Sonneneinstrahlung lässt es sich schneller laufen.
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Grataufschwünge zwischen Tälihorn und Piz Platta.
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Nebelschwaden im Hochsommer.
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Wissberge.
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Bandsee.
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Oberste Meter der Bärgglafurgga von Westen.
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Grat von der Bärgglafurgga zum Jupperhorn.
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Erster Felsabsatz im Grat von der Bärgglafurgga zum Tälihorn.
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Nächster Felsabsatz im Grat von der Bärgglafurgga zum Tälihorn.
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Mond; am Südgrat vom Tälihorn.
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Gipfelstufe Tälihorn, von Süden.
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Piz Platta vom Tälihorn. Unten die Reste vom Plattagletscher.
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Wissberge, rechts Täligrat.
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Die westlich vom Piz Platta höheren
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Das Tal Bergalga beginnt bei Juppa. Pyramide rechts hinten: Pizz Gallagiun.
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Pizzo Tambo.
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Panorama vom Tälihorn.
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Tälihorn-Ostgrat.
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Tinzenhorn.
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Gipfelkopf Piz Platta von Süden. Der im Sommer einfachste Aufstieg führt vom linken Beginn entlang von Bändern rechts aufwärts durch die Südwestflanke und erreicht den Südostgrat ungefähr beim oberen Ende des Schneefelds.
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Teilweise liegt noch Schnee auf den Eisresten des Plattagletschers in der Traverse vom Tälihorn-Ostgrat zum Sattel bei Punkt 3140. Die Traverse geht am Einfachsten mit Steigeisen, ansonsten muss das Eis an seinem obersten Rand begangen werden, wobei teilweise Felsriffe überklettert werden müssen.
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Schmelzwassersee am Fuss des Piz Platta.
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Mond.
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Wissberge und Täligrat.
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Beginn der Südwestflanken-Begehung. Man folgt dem scheinbar guten Schuttband nur kurz, und hält dann für einige Meter nach links oben.
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Steinmänner weisen den Weg in der Südwestflanke des Piz Platta - wobei das nächste nicht immer sichtbar ist.
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Steinmänner weisen den Weg in der Südwestflanke des Piz Platta - hier exponiert nach oben.
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Steinmänner weisen den Weg in der Südwestflanke des Piz Platta. Schutt, Platten und leichte Kletterstellen wechseln sich ab.
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Hier endet die Traverse der Südwestflanke auf dem Südostgrat an Platten. Letzterer ist an dieser Stelle für rund 20 Meter etwas flacher.
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Piz Forbesch.
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