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Eine Ebene höher

Der vergessene Calanda-Grat: vom Berger Calanda über Napoleon zum Haldensteiner Calanda

Der Calanda - der war da noch nicht schon oben. Eben. Während sich auf dem Haldensteiner Calanda sogar Moutainbiker tummeln, kommen diejenigen, die sich von der anderen Seite annähern, anderweitig zum Schwitzen und haben hoffentlich ein Bergseil dabei... Die Überschreitung über den vier Kilometer langen Grat vom Berger Calanda, über Rossfallenspitz und den Napoleon genannten Felsklotz und über den Haldensteiner Calanda hinaus ist ein Abenteuer in sehr selten begangenes ZS-Gelände, das aus steilen Platten, Schroffen, erdig-grasigen- und Schuttbändern und Felsen nicht nur reichlich Tiefblick gewährt, sondern auch einige Improvisation bei der Wegfindung abverlangt.

Zufahrt

Zufahrt ab Untervaz, wo die Wochen-Fahrbewilligung für die Bergstrassen der Gemeinde Untervaz bei der Gemeindeverwaltung (Reifeisen-Bank, Postautohaltestelle direkt davor), oder via SMS für 20.- zu lösen ist (2014) - Natur-Fahrstrasse bis vor Vazer Alp 1755m, dort zahlreiche, umzäunte Parkplätze.

Route Vazer Alp - Berger Calanda - Rossfallenspitz T4-T6

Berger Calanda 2270m T3 direkt (Weidehang, weglos) - auf Grat bis P.2309, dann knapp südl. davon während 300m bis wo das Gras bis fast zum Grat reicht und weitere 550m auf dem Grat, teilweise auf exponiertem Band eng nordwestlich direkt an der Gratkante (bis 80m vor Grenz-Knick nördl. P.2633) T4/II - Ostflanke, je näher beim Grat desto plattiger, am Ende direkt zum NW-Grat, den wir 60m vor dem Gipfel erreichten T4 - Rossfallenspitz 2633m. Folgt man zumeist dem Grat, soll die Schwierigkeit gemäss "Alpine Touren" SAC bei T6 liegen.

Rossfallenspitz-Luggen T5

Vom Rossfallenspitz plattiger Abstieg auf Grat T5, letzter Abschwung vor Scharte in der Ostflanke links umgehen II - Aufstieg durch Ostflanke über Schroffen bis auf Grasgrat und über felsdurchsetzten Rasen hinunter in nächsten Einschnitt - Rasenflankentraverse auf Tierpfaden aufsteigend T4, recht exponiert unweit der Abbruchkante (dabei wird P.2640 umgangen) - kurzer Abstieg über felsdurchsetztes Gras in die Luggen T4 (ab hier Abstieg über Schutt nach links ins Mittler Tal möglich).

Luggen-Napoleon ZS

Ab der Luggen wird nun der grosse Aufschwung zu P.2702 recht grossräumig umgangen: 100m rutschfreudiges Schuttband nach rechts durch Nordflanke bis Schulter auf leicht ansteigender Spur, gegen Ende exponiert T4 - auf etwa gleicher Höhe dem obersten Grasband 70m in die Westflanke folgen bis Mitte erster von Schulter nicht einsehbaren Geländemulde, vor Bandende T4 - grasdurchsetztes Couloir ~10 Hm nach links ersteigen, dann ebenfalls wenige Meter nach rechts hoch und auf Grasband zur Kante queren, zweifelhafte Steinqualität mit Erde/Gras T5-T6. Nun nicht der Kante entlang hoch (ginge wohl auch), sondern in Südwestflanke über Schutt und Platten aufwärts traversieren, vor der Schlucht direkt links hoch auf den Sattel 30m südl. P.2702 T5 (Aussichtspunkt P.2702 über flachen Schutt erreichbar).

Vom Sattel vor P.2702 dem 1. Felsaufschwung entlang 10Hm in die Ostflanke absteigen und ihn über Platten umgehen (wir haben diesen kleinen Aufschwung westl., rechts umgangen und sind über anschliessendes steiles Schutt/Plattencouloir in Ostflanke gelangt T5/6) - Ostflanke über Bänder mit nur leichtem Höhenverlust für rund 75m traversieren, erst kurz vor Napoleon-Ostgrat in die steilen (aber dort breiteren und durchgehenderen) Gras/Schuttbänder einsteigen und in den Sattel unmittelbar nördl. des 2-3Hm hohen Gipfelkopfs emporarbeiten T5-ZS, je nach Route - Gipfelkopf T3 - Napoleon. Der Napoleon ist ohne Name und Höhenkote in der Landeskarte. Seine Höhe beträgt etwa 2730m. Kotiert ist mit P.2706 die südlich gelegene Scharte, die zum Haldensteiner Calanda führt und zu der im folgenden abgeseilt wird.

Napoleon-Haldensteiner Calanda ZS

Wenige Meter vom Gipfel des Napoleon entfernt befindet sich ein Standplatz mit 2 Bohrhaken und Ringen zum Abseilen (2014 eingerichtet?). Da für 30m Seil eingerichtet, muss man sich oberhalb des Standplatzes von oben für das Abseilen einhängen und 1m Abklettern (Vorsicht beim Einrichten) - Bohrhaken mit Ring nach 15m (2014 eingerichtet? darunter noch ein alter Bohrhaken) - 15m eher flach bis vor Scharte abseilen - dann über Platten und Schutt wenige Meter zur Scharte P.2706 T4 - exponiertem, schmalen und steil ansteigenem Sims für 10m in die Nordwand bis Kante folgen II-III (einfacher und bessere Tritte/Griffe als es von unten aussieht; hier haben wir erstmals gesichert, Stand um Felsblöcke und im Sims mit Friend und Schlingen) - bei Kante Schlingen&Friend-stand, nachher steiles, schuttiges, teilweise rutschiges Gehgelände bis auf den Schuttrücken T4 - dem Rücken 200m folgen bis in die Nähe des senkrechten Felsaufschwungs des Haldensteiner Calanda.

Nun entweder über Schutt abwärts auf ein Schuttband und auf Spuren um den Gipfel zum NW-Grat und weiter zum Gipfel.

Oder, wenn das Seil schon dabei, auf Spuren an die Nordseite des 1. Aufschwungs und mit leicht überhängenden Kletterzügen und teilweise lose liegenden Gestein 10Hm auf den Grat III - 90m über den schönen, aus aufgestellten Platten gebildeten Felsgrat II - Haldensteiner Calanda 2805m.

Haldensteiner Calanda-Calandasiten-Vazer Alp T3

Vom Gipfel des Haldensteiner Calanda über den weiss-rot-weiss markierten Wanderweg bis unter den Felsenweg über Calandasiten bis 2200m T3 - zur Calandahütte SAC oder als Abkürzung zur Vazer Alp direkt teilweise auf Wegspuren steil hinab/hinüber zum Cafäraboden mit dem Bergweg T3 - auf Bergweg zur Wolfegg 2066m - Vazer Alp.

Die Tour führt bei 1250 Höhenmeter (Hm) über 11.3km, wofür wir total 8h benötigten. Gesamtbewertung ZS, Wegfindung nicht immer einfach, Wegskizzen in den Flanken des Napoleon nur annähernd. Vom 1.35km langen Grat Berger Calanda-Rossfallenspitz sind wir 300m nicht auf dem Grat gegangen, gesamthaft 3 km "Weg" vom Berger zur Haldensteiner Calanda. Abgesehen von Gipfelsteinmännern gibt es keinerlei Markierungen auf diesem Bergabenteuer.
» GPS-Track (GPX)


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Von der Vazer Alp zu Berger Calanda geht's über die Rasenflanke rechts hoch. In Bildmitte der Nordostgrat auf den Rossfallenspitz und der Gipfel lugt gerade unter den Wolken hervor..
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Rasenflanke Vazer Alp - Berger Calanda.
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Blick hinunter zur Vazer Alp und dem Parkplatz.
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Gämse in der Flanke des Berger Calanda.
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Nordgrat Berg Calanda. Blick zum Brotjoggli und Stelli.
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Der Nordostgrat auf den Rossfallenspitz beginnt beim Berger Calanda.
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Vom Berger Calanda: Blick zum Muntaluna.
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Ostflanke Rossfallenspitz und den zu begehenden Grat.
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Nordostgrat auf den Rossfallenspitz.
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Nordostgrat auf den Rossfallenspitz. Hier sind wir in den Fels eingestiegen.
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Kraxelspass Nordostgrat des Rossfallenspitz. Blick zum Berger Calanda.
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Nordostgrat auf den Rossfallenspitz. Fels wechselt mit Rasen.
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Kraxelspass Nordostgrat des Rossfallenspitz.
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Nordostgrat auf den Rossfallenspitz. Hier sind wir in die Flanke abgestiegen und haben die schwierigsten (nach SAC-Führer T6) Gratpassagen umgangen.
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Nordostgrat auf den Rossfallenspitz, kurz vor dem Gipfel.
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Rossfallenspitz-Napoleon: Hier beginnt der lange Grat zum Haldensteiner Calanda, gleich mit schönen Platten.
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Rossfallenspitz: Tiefblick ins Taminatal
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Rossfallenspitz-Napoleon: Das erste Platten-Stück ist überwunden, wir stehen in der ersten Scharte und blicken zurück Richtung Rossfallenspitz. Den stark geschichteten Aufschwung haben wir umgangen (im Rückblick rechts).
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Rossfallenspitz-Napoleon: Gleich nach der ersten Scharte über einfache Schroffen steil aufwärts.
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Rossfallenspitz-Napoleon: Blick zurück zum Rossfallenspitz.
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Rossfallenspitz-Napoleon: Zur Abwechslung einfaches Gelände.
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Rossfallenspitz-Napoleon: Blick zu P. 2640. Ein Gemspfad verläuft hart an der Abbruchkante ins Mittler Tal. P. 2640 wird damit nicht bestiegen.
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Rossfallenspitz-Napoleon: Unterhalb P. 2640, hart an der Abbruchkante ins Mittler Tal.
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Rossfallenspitz-Napoleon: Nördl. von Luggen, Blick ins Mittler Tal.
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Rossfallenspitz-Napoleon: Unterhalb P. 2640, nun folgt weiter einfacher Abstieg in die Luggen.
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Rossfallenspitz-Napoleon: Abstieg P. 2640 in die Luggen. Bereits kommt das Schuttband mit den Spuren vom Nord- auf den Nordwestgrat von P. 2702 ins Blickfeld.
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Rossfallenspitz-Napoleon: Steinböcke östlich der Luggen.
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Rossfallenspitz-Napoleon: den Band von der Luggen auf den Nordwestgrat von P. 2702. Der Pfad ist live exponierter und der Schutt rutschfreudiger wie man auf dem Foto erwarten könnte.
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Rossfallenspitz-Napoleon: Blick vom Nordwestgrat von P. 2702 zur Luggen und P. 2640,
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Rossfallenspitz-Napoleon: Westflanke des Rossfallenspitz mit dem Mapraggsee tief unten im Taminatal.
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Luggen-Napoleon: Blick von der Schulter auf dem Nordwestgrat von P. 2702 auf den weiteren Routenverlauf bis zum Haldensteiner Calanda (Gipfelkreuz ist ganz rechts sichtbar). Zuerst geht es von der Schulter auf Rasenbänder in die Nordwestflanke. Dann feuchte Schroffencouloir aufwärts bis zu einem weiteren Grat. Dem sind wir nicht gefolgt, sondern in er Flanke aufwärts in den Sattel direkt südlich von P. 2702 hoch gestiegen (nicht im Bild). Napoleon ist nicht sichtbar, aber der Routenverlauf ab der tiefen Scharte P. 2706 direkt südlich vom Napoleon: über das exponierte Band und dann über Schutt hoch auf den Grat zum Haldensteiner Calanda. Unsere Route auf den (optionalen) Felsgrat zum Haldensteiner Calanda ist eingezeichnet, diesen könnte man auch über Schutt umgehen.
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Luggen-Napoleon: Blick von der Schulter im Nordwestgrat von P. 2702 hinunter nach Vättis und Gigerwaldsee.
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