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Eine Ebene höher

Schrybershörnli - Wildgärst - Schwarzhorn

Via à vis des Wetterhorns thront das Schwarzhorn und gegen den Brienzersee vorgelagert der Wildgärst. Während im Sommer Postautoverbindungen und die Bergbahnen von Grindelwald den Aufstieg verkürzen, ist in der Nebensaison bei der Anreise bereits in Schwarzwaldalp Schluss - was mit 500 Extra-Höhenmeter zu Buche schlägt, dafür ein Garant für eine einsame, abwechslungsreiche Tour ist.

Nach langer, kurvenreicher Anfahrt von Meiringen via Rosenlaui kommt man schliesslich am Parkplatz bei der Schwarzwaldalp an. Von hier entlang einfachem Bergwanderweg nach Scheidegg Oberläger (hierher auch von der Grossen Scheidegg). Dem Geissbach entlang wird der Weg bald schuttiger und führt westlich des Schrybershörnli auf eine Abflachung. Hier wählte ich den empfehlenswerten Abstecher auf das Schrybershörnli: über groben Blockschutt auf das Plateau südlich des Felsaufbaus. Über guttrittigen Rasen lassen sich kurze Schrofenstufen überwinden, der Gipfelfels wird über Platten erreicht (Pfeil, T4+) - phänomenale Tief- und Ausblicke. Abstieg von unter den Gipfelfelsen gegen Nordosten und Spuren entlang auf nördlicher Seitenmoräne des Blau Gletscherli bis einigermassen bequem zum Bergwanderweg traversiert werden kann (hier bleibt der Schnee länger liegen). Kurz darauf Ankunft im breiten Schuttsattel Wart. Spuren entlang über den Schutthang zum breiten Gipfel des Wildgärst. Im Abstieg wiederum nach Wart.

Von Wart südwestwärts dem Bergwanderweg Richtung First folgen, bis die alpine Route zur Grossi Chrinne abweigt. Eine Kette führt steil den Felsen entlang von Norden in die Einsattelung. Ich habe hier Schnee angetroffen und den Abschnitt deshalb mit Pickel/Steigeisen absolviert. Im Aufstieg scheint es angenehm, direkt durch die Schneerinne in die Grossi Chrinne aufzusteigen. Mehrere durch die Rinne abgerutschte Felsblöcke und zahlreiche labile Blöcke im oberen Bereich lenkten mich dann aber rasch an die linken Begrenzungsfelsen mit der Kette. Bei diesen Verhältnissen ein WS.

Ein einfacher Klettersteig (K2-3) führt über den Westgrat auf das Schwarzhorn. Das einzige Highlight des Steigs sind die zwei und drei Aluminiumleitern, die über zwei fast senkrechte Aufschwünge führen. Leiternsteigen alleine reicht für den Klettersteig allerdings noch nicht aus, da mehrere, teilweise auch exponierte Abschnitte ungesichert begangen werden müssen. Ich habe zudem ausgerissene Sicherungsstangen und grössere instabile Felsplatten auf dem Südgrat zum Schwarzhorn angetroffen.

Die Rundsicht vom Schwarzhorn steht der vom Wildgärst etwas nach, da der Tiefblick gegen den Brienzersee fehlt. Wer den kurzen Abstecher (L) entlang des Gipfelgrats gegen Nordosten macht, wird mit tollem Tiefblick auf das Blau Gletscherli belohnt.

Ein markierter Bergwanderweg führt über die Schuttflanke in der Nähe des Südgrats hinunter, später direkt am Grat. Ein Aufschwung wird etwas exponiert in der Westflanke umgangen, der untere direkt überstiegen (kleine Kette, T3+). Anschliessend wiederum über Schutt gegen Chrinnenboden.

Ich wollte mir den Übergang vom Schwarzhorn-Südgrat auf den Gemschberg genauer anschauen und folgte dem Südgrat bis zum schiefrigen Abbruch. Mit Vorsicht kann die tiefste Scharte zwischen Schwarzhorn und Gemschberg erreicht werden (T4). Ein weiterer Aufschwung steht der Kletterei auf den Gemschberg im Weg. Zu dem Zeitpunkt habe ich diesen Berg alledings schon lange für mich abgeschrieben, ich wollte nämlich stattdessen das schneebedeckte Ost-Couloir ins Gummi-Tal absteigen. Ohne Schnee dürften die Schieferplatten sehr unangenehm sein, im Winter hingegen führt hier eine steile Skitourenroute hoch. So war dann der Abstieg auch kein Problem (L, unter 40°). Fantastisch spiegelte sich das Wetterhorn im Gummi-See. Vom See stieg ich ostwärts ungefähr einer Geländekante entlang nach Scheidegg Oberläger ab.

1850 Höhenmeter über 18 Kilometer. Wildgärst T3, Schrybershörnli T4+, Grossi Chrinne T5-WS, Schwarzhorn-Klettersteig K2-3, Schwarzhorn Bergwanderweg T3+, Ost-Couloir L.
» GPS-Track (GPX)


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Schlichtweg der Anblick von Rosenlaui mit dem Rosenlauigletscher.
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Blick von Scheidegg Oberläger gegen Schwarzwaldalp.
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Blick von Scheidegg Oberläger ins Tal des Geissbachs. Links der Bildmitte das Schrybershörnli.
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An diesem Tag Mitte November 2015 kam es zu mehreren Eisabbrüchen am Wetterhorn.
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Schrybershörnli. Ich gehes es von links hinter dem ersten Aufschwung an.
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Schrybershörnli: auf dem Plateau unterhalb des Gipfels. Entweder direkt über Rasentritte hoch, oder etwas einfacher den Aufschwung rechts (östlich) umgehen - bis Pfeile den einfachsten Weg zeigen.
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Schrybershörnli: Gipfelfels. Direkt der Verschneidung folgen (Schlüsselstelle).
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Schrybershörnli: Blick gegen Wart, dem Schwarzhorn und Blau Gletscherli.
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Schrybershörnli von Nordwesten.
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Schrybershörnli von Nordwesten. Hier habe ich bequem die Moräne traversiert.
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Grossi Chrinne. Es geht die Rinne hoch, die zum tiefsten Punkt führt. Bei Schnee ist es ev. besser, dem Band in Bildmitte zu folgen. Links die beiden Aufschwünge im Schwarzhorn-Westgrat, die mittels Leitern überwunden werden.
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Westblick vom Wildgärst.
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Axalphorn und Brienzersee vom Wildgärst.
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Oltschiburg und Seen nördlich des Brünig vom Wildgärst.
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Eine hübsche Pyramide - Schwarzhorn vom Wildgärst. Blau Gletscherli scheint tatsächlich noch Spalten zu haben.
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Grossi Chrinne von Norden. Die Schneerinne in Bildmitte ist steinschlaggefährdet. Die Kette hängt an den linken (östlichen) Begrenzungsfelsen.
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Grossi Chrinne von Norden.
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Grossi Chrinne von Norden.
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Grossi Chrinne.
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Schwarzhorn Klettersteig. Über 5 Leitern musst du gehn.
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Einstieg Schwarzhorn Klettersteig - in der Nordflanke.
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Schwarzhorn Klettersteig. Eine schöne Passage über schmales Mäuerchen.
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Schwarzhorn Klettersteig.
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Schwarzhorn Klettersteig.
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Schwarzhorn Klettersteig. Im mittleren Teil typisches L-Gehgelände. Teilweise lose Blöcke und nicht durchgehend gesichert; unangenehm bei Schneelage.
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Gärstenhorn.
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Tiefblick vom nördlichsten Ende des Schwarzhorn-Gipfelgrats. Gegenüber der schuttige Wildgärst.
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Das Schwarzhorn ist wirklich schwarz - und sein Schatten erst recht.
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Optionaler Gipfelgrat des Schwarzhorns; auch hier lose Platten.
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Südgrat Schwarzhorn. Obere Schlüsselstelle des Bergwanderwegs; die untere ist die Übersteigung eines kleinen Felskopfs.
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Südgrat Schwarzhorn.
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Gemschberg vom Südgrat des Schwarzhorns. Ich steige vom Sattel am rechten Bildrand über den Schnee gegen links (Osten) ab.
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