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Eine Ebene höher

Tälli-Klettersteig und Gadmenflue P. 2598

Der Tälli-Klettersteig wurde als erster richtige Klettersteig in der Schweiz 1993 erbaut. Er führt durch die Gadmerflue. Bergtüchtige können anschliessend den brüchigen Felsen P. 2598 erzwingen und so zu einem schönen Gipfelfeeling gelangen.

Als klassischer Klettersteig führt der Tälli-Klettersteig auf geschickte Weise durch eine über 500 Höhenmeter hohen schroffen Südwand - (fast) senkrechte Stellen werden ausschliesslich mit Leitern überwunden (Vorsicht, wenige rostige, angerissene Sprossen), nach meinem Geschmach erleichtern etwas zu viele Eisenstifte den Aufstieg, einige Schutt- und Rasenbänder sind sicherungsfrei zu begehen, ebenfalls nicht immer unterbruchslos geklappt das Umhängen zwischen unterschiedlichen Sicherungsseilen. Hier bemerkt man, dass sich in wenigen Jahren technisch beim Bau der Eisenwege einiges verändert hat.

Ab Fuhren im Gadmertal führt eine geniale Seilbahn zur Tällihütte - die Bahn ist vorbildlich: Automat für Münz und Noten für günstige Billete, Fahrt auf Knopfdruck und lange Betriebszeiten - so sollten alle Seilbahnen es sein! Rund eine Stunde nach der Einkehr und vorbei an zwei schönen Aussichtspunkten Alpligerstöckli und dem etwas seltsamen Alpligerstock (hier Klettergurt anziehen, Helm besser bereits vor Anstieg auf den Alpligerstock) steht man schon am Fusse der über 500 Höhenmeter hohen Wand. Ein Felsband führt links hinaus zur ersten Leiter, nach dieser führt eine schöne Passage auf schmalem Band nach rechts - wer jetzt genug gesehen hat soll umbedingt wieder vorsichtig absteigen - der Steig ist nämlich ungewöhnlich lang, wird allerdings nicht mehr viel schwieriger.

Über griffigen Kalk, Schutt- und erdige Bänder, Rinnen und steilen Leitern geht es aufwärts, bzw. auch mal länger nach links oder rechts. Eine plattige Stelle ist bei Nässe unangenehm. Eine exponierte, kurze Querung erfolgt an Eisenstiften, wobei die Stelle ohne diese schöner wäre. Zwei grosse Felsnischen laden zum Verweilen auf guten Sitzbänken auf. Nach der letzten Nische erreicht man den Grat und folgt diesem bis zum höchsten Punkt eines vom Tal imposanten Felsturms - oben eine flache Schutthalde.

Gipfelstürmer kommen am knapp westlich gelegenen, rund 60 Höhenmeter höheren Felsturm P. 2598 auf ihre Rechnung. Vom Klettersteigausstieg her wirkt der Turm unbezwingbar, der Grat lässt sich aber von der Nordseite her in nur T5 erreichen, der weitere Aufstieg ist nicht schwieriger. Bei der Besteigung des reichlich brüchigen Turms muss höchste Aufmerksamkeit darauf gelegt werden, keinen einzigen Stein in die Südwand mit dem Klettersteig gleiten zu lassen.

Der nordseitige Abstieg vom Klettersteig ist mit grossen Steinmänner und Farbe markiert, die Spur zumeist ersichtlich; im Frühjahr sind ev. sogar Steigeisen notwendig. Schlüsselstelle ist eine kurze Ier Stelle unterhalb P. 2230, ansonsten T3. Kürzer ist der Weg zur Engstlenalp, die lange Traverse zum Sätteli und zurück zur Tällihütte kommt mit 200 Höhenmeter Gegensteigung auf das Konto. Der südseitige Abstieg vom Sätteli ist steil aber gut ausgebaut, T3-.

1150 Höhenmeter über 10.6 Kilometer, Zustieg: T3, Klettersteig: K3, Abstieg: T3/I; Gadmenflue P. 2598 T5 (brüchig, exponiert).
» GPS-Track (GPX)


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Alpligerstöckli (rechts) Alpligerstock (links).
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Alpligerstöckli.
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Alpligerstöckli.
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Unter dem Alpligerstock wird der Zustieg schroffig - eine gute Idee, jetzt den Helm aufzusetzen; Gurt aber noch nicht.
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Auf dem Alpligerstock mache ich mich jetzt bereit für den Tälli-Klettersteig: er beginnt im Sattel und führt links das Felsband hoch zur Leiter, über der Leiter dem Band entlang wieder nach rechts und schräg aufwärts.
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Tälli-Klettersteig.
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Tälli-Klettersteig.
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Tälli-Klettersteig. Diese Platte ist bei Nässe unangenehm.
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Tälli-Klettersteig. Mehrere ungesicherte Traversen auf Bänder.
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Tälli-Klettersteig: hier das kurze Couloir hoch.
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Tälli-Klettersteig. Mehrere ungesicherte Traversen auf Bänder.
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Tälli-Klettersteig. Bank zur Erholung und Staunen - wenigstens bei gutem Wetter.
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Tälli-Klettersteig.
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Tälli-Klettersteig. Als Schwierigkeit dieses Klettersteigs erachtete ich das Vertrauen in das Leiternmaterial - an dieser Stelle wurde meine Vorsicht bestätigt - nicht jeder Sprosse trauen.
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Tälli-Klettersteig.
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Tälli-Klettersteig. Die schönste Kletterstelle - wären da nicht die zu vielen Eisenstifte.
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Tälli-Klettersteig. Immer wieder sieht man Sanduhren.
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Tälli-Klettersteig. Schwierigkeit hier ist der Wechsel von der einen zur anderen Leiter.
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Tälli-Klettersteig.
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Tälli-Klettersteig. Die steilste Leiter steht an.
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Tälli-Klettersteig. Der schönste Quergang - vor der Ausrüstung mit Eisen durfte man hier exponiert kriechen...
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Tälli-Klettersteig. Unendlich viel Luft unter der exponiertesten Leiter...
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Tälli-Klettersteig.
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Tälli-Klettersteig. Obere Felsnische mit Bank, dem Routenbuch und den Einzahlungsscheinen.
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Tälli-Klettersteig.
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Tälli-Klettersteig. Direkter Ausstieg zum Felskopf wurde erst nachträglich gebaut.
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Tälli-Klettersteig. Direkter Ausstieg zum Felskopf wurde erst nachträglich gebaut.
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Tälli-Klettersteig.
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Tälli-Klettersteig: Ausstieg.
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Gadmenflue P. 2598. Blick gegen Westen.
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Gerstenhörner und Stucklistock im Nebel. Der Tschingelfirn ist nun Ende August 2015 weitgehend aper.
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Gadmenflue P. 2598: Brockengestpenst und Glorie neben dem Ausstieg des Tälli-Klettersteig.
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