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Eine Ebene höher

Burg Balderen-Rippe, Rebegg-Sporn

Vom Schützenhaus Adliswil führt ein zuerst eher unscheinbarer Sporn in die Höhe und steilt ab 700müM. massiv an und führt als von Sandsteinabbrüchen unterbrochene Grasrippe direkt zum Standort der ehemaligen Burg Balderen. Ein spannendes T5-Abenteuer, v.a. wenn die Erde noch immer glitschig ist und es zudem noch vor dem Ausstieg mit Regnen beginnt. Da ist der schnelle T3-Abstieg über den ausgebauten Sporn Rebegg gerade willkommen.

Wer mit dem Auto anreist, den erwarten in der Nähe des Schützenhaus Adliswil zahlreiche Parkplätze und nur noch 300 abenteuerliche Höhenmeter bis zum Ort auf dem Albiskamm, auf dem im ersten Jahrtausend unserer Zeitrechnung eine Burg stand, die Burg Balderen, die vor ein etlichen Jahren von den Zürchern komplett platt gemacht wurde. Heute erinnert ein Gedenkstein an die Burg, an dessen Platz heute Feuerstellen zu finden sind.

Bei Büel läuft man zum Eingang ins Schützenhaus und gelangt hinter der Haus im Gebüsch auf den Ausläufer der Albisrippe Burg Balderen, die bald einen Hang bildet. Forstarbeiten haben eine Schneise von hier direkt zum Sendeturm Felsenegg geschlagen; der Aufstieg durch diesen Hang wird in den nächsten Jahres durch das sich neu bildende Unterholz sicher nicht einfacher, 2013 ist es aber ganz angenehm. Bald wird die Rippe ausgeprägter, deutliche Wegspuren ziehen sich ihr entlang bis an einen erdigen Aufschwung auf 650 Meter Höhe. Ich habe ihn links umgangen, nach 40 Meter horizontaler Traverse führen unscheinbare Spuren durch die Flanke auf die Rippe zurück. Die Aufstiegsstelle könnte auch aus dem Naturschutzgebiet Langweid erreicht werden (dies ist im Sommerhalbjahr verboten).

Auf rund 675 Meter Höhe wird die Rippe flacher und wiederum breiter, die Spur teilt sich auf. Ich folge nach links an eine Hütte. Hinter der Hütte geht es mit der Rippe weiter. Wenig später stehe ich an einem erdigen Aufschwung mit Wurzelresten, die eine Sandsteinmauer verbergen. Das Gelände bietet mir bei den angetroffenen feuchten Bedingungen zu wenig Halt, ich Traversiere den Hang rechts (nordwärts) durch Gebüsch und erreiche nach 40 Meter eine Nachbarrippe, die wenn auch nicht einfach, dann doch einladender wirkt. Sie führt zurück an die Hauptrippe - zuoberst auf schmaler Spur im Grashang.

Wenig später - Oha! - eine vielleicht 5 Meter hohe Sandsteinmauer. Ich folge den Spuren rechts den Felsen entlang. Nach einer Hangtraverse von vielleicht 15 Meter treffe ich eine steile emporziehende Rippe. Ich erklimme diese, gelange auf die Hauptrippe und umgehe damit die Sandsteinmauer.

Auf 750 Meter Höhe erreiche ich meine Schlüsselstelle für diesen Tag, einen im Prinzip gut gestuften Absatz mit einem morschen Baumstamm direkt an der Kante. Da die Nässe noch immer im Boden und dem morschen Gehölze steckt, sind die Tritte nicht sonderlich stabil, ich arbeite mich deshalb vorsichtig die wenigen Meter hoch.

Der Rest der Rippe ist vergleichsmässig einfach, wenn auch etwas eng und von unzuverlässigem Gebüsch gesäumt. Und schon stehe ich am Ort der ehemaligen Burg Balderen und habe eine weitere Albisrippe geschafft.

Mittlerweile regnet es konstant, ich renne auf dem Wanderweg am Sendeturm Felsenegg vorbei und biege rund 100 Meter südlich des Turms links ab und steige schräg abwärts auf die Geländeterrasse, an der der Rellsten-Sporn beginnt - weisse Markierungen. Ich folge dem Drahtseil über zahlreiche Holzstufen - bei Nässe glitschig - und erreiche in wenigen Minuten das untere Ende der ausgeprägten und ausgebauten Rippe auf 640 Meter. Für den restlichen Abstieg halte ich mich in der Nähe der weissen Markierungen, etwas links (nördlich) der Geländekante. Im Waldboden sind hier nahezu keine Begehungsspuren zu sehen. Vom unteren Spornende oberhalb Rellsten sollte man die Aussicht nicht vor lauter Schafen übersehen. Entweder links oder rechts der Schafweide entlang gelangt man auf den Wanderweg oberhalb Adliswil.
» GPS-Track (GPX)


Schafe oberhalb Adliswil. Über dem rechten schwarzen Schaf der Ausstieg des Rellsten-Sporns. Links der Masten der Luftseilbahn Adliswil-Felsenegg.
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Hinter dem Schützenhaus Adliswil beginnt der Aufstieg über die Burg Balderen-Rippe.
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Nach dem Schützenhaus: Blick gegen Nordwesten an die Rebegg.
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Nach dem Schützenhaus: unterster Hang mit der Forst-Schneise. Ich folge der Schneise bis die Rippe bequem erreicht werden kann.
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Forstschneise Schützenhaus Adliswil-Felsenegg.
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Der erste erdige Aufschwung umging ich zuerst links und stieg hier rechts aufsteigend auf.
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Blick zurück über den ersten erdigen Aufschwung. Ich stieg hier von rechts unten kommend auf.
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Die Hütte auf rund 675 Meter Höhe. Hinter der Hütte folge ich der Rippe.
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Wenige Meter über der Hütte steilt die Rippe auf, um eine bewachsene Sandsteinmauer zu überwinden. Dieser Abschnitt war mir heute zu feucht, ich traversierte rund 40 Meter nach rechts an eine Nachbarrippe.
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Blick von der nördlichen Nachbarrippe hinunter zur Hütte. Zuvor bin ich von rechts an die Rippe traversiert, Spuren sind erkennbar.
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Die Nachbarrippe führt aufwärts zurück an die Hauptrippe.
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Die Nachbarrippe führt aufwärts zurück an die Hauptrippe - zuerst aber noch über steiles Gras.
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Burg Balderen-Rippe.
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Die Sandsteinmauer habe ich rechts umgangen - nach 20 Meter folgt eine steile Grasrippe, die auf die Hauptrippe zurückführt.
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Burg Balderen-Rippe.
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Meine gefühlte Schlüsselstelle an diesem Tag an der Burg Balderen-Rippe: der feuchte Untergrund gab mir zu wenig Halt. An der Kante geht es über den umgestürzten Baum aufwärts.
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Über meiner heutigen Schlüsselstelle. Blick über die Burg Balderen-Rippe.
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Burg Balderen-Rippe.
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Ausstieg der Burg Balderen-Rippe.
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Ausstieg der Burg Balderen-Rippe. Hier habe ich sogar Markierungen gefunden. Ansonsten ist man sich selber überlassen...
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Gedenkstein der ehemaligen Burg Balderen.
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Bereits im Abstieg, über der Geländeterrasse, an der der Rellsten-Sporn abschliesst.
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Oberster Teil des verbauten Rellsten-Sporns.
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Rellsten-Sporn.
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Rellsten-Sporn.
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Blick vom Rellsten-Sporn hinüber auf die Burg Balderen-Rippe.
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Der untere Einstieg des Rellsten-Sporns ist markiert.
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Blick über Adliswil - links oder rechts um die Schafweide herum zurück in die Zivilisation.
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